Die Digitalisierung macht vor keinem Aspekt des modernen Lebens halt. Auch im medizinischen Bereich entstehen immer mehr StartUps, die digitale Angebote zu Gesundheitsfragen bieten. Doch damit bewegen sie sich nicht gerade im einfachsten Markt.
Fitness-Tracker, Pulsmesser in der Smartwatch, Apps für Migräne-Patienten oder digitale Therapie-Angebote: Auch im medizinischen Bereich findet der digitale Wandel statt. Die Digitalisierung bietet dabei – wie in anderen Branchen auch – zahlreichen Jungunternehmern große Chancen. Doch gerade in diesem sensiblen Bereich stehen die innovativen Geschäftsmodelle vor einigen Herausforderungen. So spielt das Thema Kundenvertrauen eine große Rolle. „Häufig wird ‚online‘ noch immer mit Begriffen wie ‚unseriös‘ oder ‚nicht vertrauenswürdig‘ assoziiert – der Themenkomplex Gesundheit ist generell sehr sensibel und Menschen zurecht vorsichtig“, erklärt Nora Blum, Psychologin und Gründerin von Selfapy. Das Unternehmen bietet eine Soforthilfe bei psychischen Belastungen im Netz.
Um die Menschen von dem digitalen Angebot zu überzeugen, sei es wichtig, „kontinuierlich für Aufklärung und Transparenz zu sorgen“, so Blum weiter. „Schließlich erfordert die Nutzung digitaler Angebote auch immer eine gewisse Medienkompetenz bzw. technische Sachkenntnisse.“ Auch bei der StartUp-Plattform Heartbeat Labs, die in Health-Tech-Unternehmen investiert und diese gründet, ist man sich der Hürden im medizinischen Bereich bewusst – vor allem hinsichtlich der regulatorischen Hürden. „Sobald eine App oder ein innovatives Medizingerät Krankheiten, Verletzungen oder Behinderungen erkennt, verhütet, überwacht, behandelt bzw. lindert/kompensiert, kann es sich um ein Medizinprodukt handeln, das nach den Vorgaben der europäischen Regularien regelmäßig von sog. ‚Benannten Stellen‘ (z.B. dem TÜV) zertifiziert werden muss“, erklärt Philip Hinz, Head of Communications. Das könne für StartUps aber lange Wartezeiten bedeuten.
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