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About You & der Einsatz von KI: Wie die Otto Group die Konkurrenz auf Abstand halten will

Veröffentlicht: 05.02.2018
imgAktualisierung: 05.02.2018
Geschrieben von: Christian Laude
Lesezeit: ca. 4 Min.
05.02.2018
img 05.02.2018
ca. 4 Min.
In einem weiteren Interview hat Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, das ambitionierte Ziel seiner Unternehmensgruppe bestätigt, bis 2022 einen Umsatz von 17 Milliarden Euro generieren zu wollen.


Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, erläutert in einem aktuellen Interview, welche Pläne die Konzerngruppe in der nächsten Zeit hat, um auch weiterhin zu den größten Online-Unternehmen hierzulande zu zählen.

Otto-Gebäude

© nitpicker - Shutterstock.com

Otto.de zählt zusammen mit Amazon und Zalando zu den größten Online-Händlern Deutschlands. Daran wird sich wohl auch zukünftig nicht so schnell etwas ändern, denn der Abstand zur Konkurrenz ist schlichtweg zu gewaltig. Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, hat nun in einem Interview mit Gründerszene erläutert, wie der Vorsprung auch weiterhin gewährleistet werden soll, und dabei spannende Einblicke in die Pläne der Konzerngruppe geliefert.

Finanzierungsrunde für About You steht bevor

Grundlegend hält die Otto Group weiterhin an dem Vorhaben fest, bis 2022 ihren Umsatz von derzeit knapp 12 auf dann 17 Milliarden Euro zu erhöhen. Dieses Ziel hat die Otto Group bereits bei der Bilanz-Konferenz im Mai 2017 präsentiert und im anschließenden persönlichen Gespräch noch einmal bekräftigt.  

Das Mode-StartUp About You, das zur Otto Group gehört, wird Birken zufolge einen entscheidenden Beitrag zum weiteren Erfolg leisten. „Im laufenden Jahr soll das StartUp seinen Umsatz verdoppeln, wir wollen die Expansion mit extremer Geschwindigkeit vorantreiben“, meint Birken. Konkret arbeite man an einer „Finanzierungsrunde für die nächste Wachstumsphase“, die voraussichtlich im Frühjahr abgeschlossen sein wird.

Katalog spielt keine Rolle mehr, Filialen dafür schon

Bekanntheit erlang Otto.de ursprünglich als Katalogversender, doch die Zeiten sind längst vorbei. Das bestätigt auch Alexander Birken: „Otto.de ist heute ein Online-Pure-Player. Der Katalog spielt hinsichtlich des Abverkaufs keine Rolle mehr, sondern ist ein reines Marketing-Instrument geworden.“ Dafür spielen stationäre Läden für Birken durchaus noch eine Rolle: „Es wird eine Renaissance von Filialen geben – aber nur von denen, die die Chance der Digitalisierung für sich erkennen und entsprechend investieren“, prognostiziert Birken im Gespräch mit Gründerszene.

Genau diese Investitionen scheinen für Otto.de derzeit auch im Fokus zu stehen, denn in der letzten Zeit war immer wieder von modernen Technologien wie etwa Augmented und Virtual Reality zu lesen, die der Online-Händler entwickelt. Direkt drei Tools hat Otto.de in diesem Zusammenhang bereits vorgestellt, darunter ein Einrichtungswerkzeug namens „Home Styler“, das wir bereits einem Test unterzogen haben. Birken bestätigt gegenüber Gründerszene, dass künstliche Intelligenz für den Online-Händler relevant sei, die einen direkten Nutzen für den Konsument hat. „Bilder- oder Spracherkennung etwa, da wird in den kommenden Jahren sicherlich noch viel mehr möglich werden“, so Birken.

Während der AI Masters in Berlin hat das Unternehmen schon erläutert, wie die Forschungen in diesem Bereich von Otto.de aussehen, denn das Unternehmen konzentriert sich hierbei vor allem auf Bildanalysen, die unter anderem bessere Produktempfehlungen ermöglichen und auch verbotene Aufnahmen blockieren sollen, sodass diese gar nicht erst auf der Plattform erscheinen.

Birken: „Auch wir haben nicht alles richtig gemacht.“

Birken hält im Interview selbstbewusst fest: „Otto.de [...] ist eine starke Marke in Deutschland, die immer mehr an Attraktivität gewinnt, obwohl wir Amazon eben gerade nicht kopieren.“ Er betont, dass die „digitale Transformation“ nicht funktioniert hätte, wenn Otto.de einfach einen Wettbewerber nachgeahmt hätte. Vielmehr hätte sich der eigene Weg bewährt, auch wenn Birken im weiteren Verlauf des Gesprächs eingesteht: „Auch wir haben nicht alles richtig gemacht.“

Veröffentlicht: 05.02.2018
img Letzte Aktualisierung: 05.02.2018
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Christian Laude

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