Der französische Einzelhändler Carrefour hat die Konkurrenz aus dem Netz lange ignoriert. Doch nun will sich das Unternehmen auf den Online-Handel einschießen – und plant dafür eine Milliarden-Investition.
Alexandre Bompard ist erst seit gut einem halben Jahr Chef des französischen Handelsriesen Carrefour und hat dem Unternehmen nun „einen radikalen Umbau“ verordnet, wie das Handelsblatt berichtet. Damit wolle man auf die veränderten Kaufgewohnheiten der Kunden reagieren. Carrefour hatte die Konkurrenz aus dem Netz lange ignoriert. Das habe sich in den vergangenen Jahren auch negativ auf die Bilanz niedergeschlagen: Seit 2007 sind die Gewinne von Carrefour um rund zwei Drittel zurückgegangen.
Bompard wolle diese Entwicklung nun stoppen und bis 2020 zwei Milliarden Euro sparen – pro Jahr. Das verkündete Carrefour am Dienstag bei der Präsentation der neuen Strategie. Die Belegschaft am Firmensitz in Boulogne-Billancourt soll dafür reduziert werden. 2.400 Stellen wolle Carrefour in Frankreich streichen. Im Rahmen der neuen Strategie sollen auch die großflächigen Hypermärkte verkleinert und die Zahl der Dia-Filialen reduziert werden.
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