Um Solo-Selbstständige, die ihre Dienstleistungen über Online-Plattform anbieten, gegen Unfälle und für die Rente abzusichern, hat die Deutsche Unfallversicherung gefordert, dass die Plattformen selbst die Sozialabgaben abführen sollen. Helpling kritisiert diese Pläne nun.
Dass die Versicherungen mit ihrer Forderung das Leben der Solo-Selbstständigen verbessern wollen, bezweifelt Helpling-CEO Benedikt Franke. Wie er im Interview mit t3n.de erklärt, gehe es den Beitragssammlern seiner Meinung nach nur darum, mehr Beiträge zu kassieren. „Die Selbstständigen sind dafür nur Mittel zu Zweck“, so Franke. Dass die Situation der Solo-Selbstständigen, die im Falle eines Unfalls und auch im Alter nicht abgesichert sind, ein Problem ist, sieht der Helpling-CEO aber auch.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Man könnte aber auch argumentieren, dass die Kleinunternehme r, solange sie unter der Grenze von 1.500 € bleiben, die MwSt. zum Eigenverbrauch geschenkt bekommen.
Häufig ist es aber so, dass eine ordentliche Kalkulation im Kleingewerbe nicht wirklich durchgeführt wird, sondern - wenn man sich von Anderen vermitteln läßt - vom Vermittler den Preis aufgedrückt bekommt. Schließlich will der ja möglichst viele Aufträge vermitteln. Muß der Selbstständige nun aber MwSt berechnen und abführen, wäre das für diesen zwar ein Nullsummenspiel , allerdings würden sich die Endkundenpreise erhöhen, was dem Vermittler aber kaum gefallen würde. Insofern ist die Entrüstung von Herrrn Franke nachzuvollziehe n, aber trotzdem kaum gerechtfertigt.
Selbstständige Tätigkeit soll schließlich darauf ausgelegt sein, seinen Lebensunterhalt davon zu bestreiten. Als Kleinunternehme r ist man davon jedoch soweit entfernt, wie die Menschheit von der Besiedlung des Mars. Die Kleinunternehme rregelung soll letztlich den Start in die Selbstständigke it am Anfang erleichtern, um irgendwann mal davon leben zu können. Bei Helpling sieht man das offensichtlich anders.
Ihre Antwort schreiben