Der EuGH hat Uber jüngst verboten, zu seinem ursprünglichen Geschäftsmodell zurückzukehren. Didi Chuxing, der chinesische Rivale des US-Konzerns, hat nun verkündet, eine Milliarden-Finanzierung erhalten zu haben. Mit dem Kapital wollen die Chinesen nun expandieren.
Didi Chuxing hat vier Milliarden US-Dollar eingesammelt und will das Kapital für seine Expansion ins Ausland nutzen. Unter anderem habe sich Softbank an der Finanzierungsrunde beteiligt, wie Bloomberg berichtet. Der Wert des chinesischen Uber-Konkurrenten ist durch die Investitionsrunde auf 56 Milliarden US-Dollar gestiegen, wie mit der Sache vertraute Personen bestätigt hätten. Neben der internationalen Expansion wolle Didi Chuxing auch selbstfahrende Autos und elektrische Fahrzeuge entwickeln.
Nachdem Didi Chuxing seinen US-Rivalen aus dem chinesischen Markt gedrängt hatte, wurde es zum stärksten Anbieter im Reich der Mitte. Der Fahrdienst-Vermittler hat seine Fühler bereits über die Landesgrenzen hinweg ausgestreckt und hat in den estnischen Anbieter Taxify OU investiert. Zudem hat Didi Chuxing angekündigt, über ein Franchise-Modell in Taiwan zu starten.
„Die neue Finanzierungsrunde ist sehr wichtig für Didi“, erklärte Will Tao, Analyst bei iResearch. „Da der chinesische Markt erschlossen wurde, muss Didi neue Möglichkeiten finden, weiteres Wachstum zu erreichen.“ Der Analyst vermutet, dass im südostasiatischen Raum, etwa in Vietnam oder Malaysia, großes Potenzial wartet – zumal Uber über eine starke Präsenz in den USA und Europa verfüge.
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