Der Fahrdienst-Vermittler Uber dürfte sich wohl nichts sehnlicher wünschen, als dass dieses Jahr endlich vorübergeht. Nun haben EU-Datenschützer angekündigt, das jüngst bekanntgewordene Datenleck zu untersuchen.
Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von 57 Millionen Uber-Nutzern und -Fahrern sind bei einem Datenleck abgeschöpft worden. Das hatte das Unternehmen kürzlich bekannt gegeben. Nun hat die Artikel-29-Gruppe der EU-Datenschutzbeauftragten Heise Online zufolge erklärt, eine Projektgruppe eingesetzt zu haben, die sich mit dem Datenleck beschäftigt. Die Arbeitsgruppe steht unter der Leitung der niederländischen Datenschutzbehörde. Es beteiligen sich auch Kontrolleure aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien.
Die Gruppe soll unter anderem offenbar untersuchen, wie viele Europäer von dem Datendiebstahl betroffen sind und ob Uber gegen Auflagen zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer verstoßen haben könnte. Diese Informationen seien noch nicht geklärt. Uber zufolge stammen die entwendeten Daten von Nutzer aus der ganzen Welt. Die britische Datenschutzbehörde ICO habe bereits erklärt, dass 2,7 Millionen Nutzer aus dem Vereinigten Königreich von dem Datenleck betroffen seien. Die Nutzer müssten umgehend benachrichtigt werden, forderte die ICO. Uber hatte zuvor eingeräumt, die Nutzer der App und seine Fahrer nicht sofort über den Vorfall informiert zu haben.
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