Der Fahrdienst-Vermittler Uber kommt auch nach dem Wechsel in der Führungsetage nicht so recht aus den Problemen heraus. Höhere Verluste, Glaubwürdigkeitsverlust im Rechtsstreit mit Waymo und die Abwertung durch die Softbank-Investition sind nur die jüngsten Probleme.
Der Fahrdienst-Vermittler Uber schlingert sich derzeit von Negativ-Meldung zu Negativ-Meldung. Unter anderem scheint sich die Position des Unternehmens im Rechtsstreit mit Googles Schwesterunternehmen Waymo deutlich verschlechtert zu haben: Nach Angaben von Spiegel Online habe ein früherer Mitarbeiter erklärt, dass Uber „in Geheimdienstmanier Informationen über Konkurrenten“ erbeuten „und dabei möglichst keine dokumentierten Spuren“ hinterlassen wollte. Uber und Waymo streiten sich um vermeintlich gestohlene Technologie für selbstfahrende Autos. Nach den neuesten Enthüllungen hat der zuständige Richter William Alsup nun aber den Beginn des Gerichtsverfahrens verschoben.
Der Grund: Uber sei nicht mehr glaubwürdig. „Ich kann den Worten der Uber-Anwälte in diesem Fall nicht mehr vertrauen“, zitiert Spiegel Online Alsup. Es sei unklar, ob der Fahrdienst-Vermittler alle relevanten Informationen preisgegeben habe. Ein früherer Jurist des Unternehmens habe ausgesagt, dass eine geheime Abteilung von Uber die Konkurrenz ausspähen und Mitarbeiter abwerben solle, um an Firmengeheimnisse zu kommen – die Kommunikation innerhalb der Abteilung habe abseits der Uber-Server stattgefunden und Nachrichten hätten sich zum Teil selbst gelöscht.
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