Sind Preisvergleichsportale wirklich vertrauenswürdig? Und können Verbraucher vorbehaltlos auf die Empfehlungen solcher Portale setzen? Das Bundeskartellamt scheint Zweifel zu hegen.
Ob Strom oder Versicherungen, Reisen, Finanzen oder Telekommunikation – bei der Wahl wichtiger Dienstleister greifen viele Verbraucher auf Vergleichsportale zurück. Das ist auch kein Wunder, denn schließlich ist die Zahl der Anbieter groß und die Kunden wünschen sich passgenaue und möglichst preiswerte Angebote.
In der Online-Welt konnten sich einige solcher Vergleichsportale (auch mithilfe groß angelegter Marketing-Kampagnen) bereits etablieren. Doch an der Glaub- bzw. Vertrauenswürdigkeit solcher Anbieter scheint es Zweifel zu geben. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, hat das Bundeskartellamt eine behördliche Untersuchung eingeleitet und wird entsprechende Anbieter in der kommenden Zeit einer umfassenden Prüfung unterziehen.
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Warum? Es handelt sich bei Vergleichsporta len um private (!) Unternehmen, es sind, siehe verschiedene andere Urteile, letztendlich Onlinemakler. Nichts anderes. Seit wann erwartet man denn von einem Makler Objektivität? Seit wann von Privatunternehm en Altruismus? Wenn ich einen Autoverkäufer frage (verschiedene Produkte), ob ich ein neues Auto brauche wird er a) auf jeden Fall "Ja!" sagen und b) nicht das für mich Günstigste/Best e direkt anbieten.
Objektivität kann ich nur dann erwarten, wenn ich selber einen Auftrag an einen Makler/Vermittl er erteile und ICH die Provision/den Provisionsausfa ll bzw. Rechnung zahle.
Vergleichsplatt formen sind nicht unabhängig. Vergleichsplatt formen beeinflussen die Listings in ihrem Sinn. Vergleichsplatt formen sprechen sich ab. Und Vergleichsplatt formen schaden sogar gezielt gelisteten Unternehmen. Dazu brauch' ich keine hochoffizielle Untersuchung, Branchenerfahru ng reicht.
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