Update: Die Strafe steht fest: Die EU-Kommission fordert von Amazon eine Steuernachzahlung in Höhe von 250 Millionen Euro in Luxemburg. Die Kommission hat geurteilt, dass Luxemburg dem Unternehmen unzulässige Steuernachlässe gewährt habe.

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Nachdem die EU-Kommission ihre Entscheidung offiziell veröffentlicht hat, wurde dieser Artikel aktualisiert.
Es wird teuer für Amazon: Die EU-Kommission hat das US-Unternehmen zu einer Steuerrückzahlung von 250 Millionen Euro verurteilt, berichtet das Handelsblatt. Seit drei Jahren untersucht die Kommission, ob Amazon in Luxemburg EU-Recht gebrochen hat, indem man steuerlich in unfairer Weise begünstigt wurde. Konkret geht es um einen Steuerbescheid aus dem Jahr 2003. Dank einer Sonderregelung in Luxemburg müsse eine Tochter von Amazon weniger Steuern zahlen als andere Unternehmen, so das Handelsblatt. Amazon und Luxemburg hatten eigenes Fehlverhalten bislang stets ausgeschlossen.
Nach EU-Beihilfsvorschriften sei es es illegal, dass Luxemburg dem US-Unternehmen Steuervorteile eingeräumt habe, daher müsse Amazon die weniger gezahlten Gelder nun nachzahlen. "Fast drei Viertel der Gewinne von Amazon wurden nicht versteuert", so Wettbewerbskommissarin Marghrete Vestager. Amazon weist die Vorwürfe weiterhin zurück: "Wir sind der Ansicht, dass Amazon keine Sonderbehandlung von Luxemburg erhalten hat und wir Steuern in vollem Einklang mit dem luxemburgischen und internationalen Steuerrecht bezahlt haben." Seit 2015 versteuert Amazon seine Erträge in anderen europäischen Ländern einzeln, darunter auch in Deutschland.
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