Im Internet kann man scheinbar wirklich mit allem handeln – selbst mit Flensburg-Punkten und Bußgeldern. Das Geschäftsmodell der Punktehandel-Börsen ist dabei simpel und scheinbar leider auch sehr effektiv. Doch das ganze Geschäft spielt sich nicht unbedingt im legalen Bereich ab.
Keiner hat in Flensburg gern ein volles Punkte-Konto. Doch was machen, wenn man bereits fünf oder sechs Punkte hat? Ab dem achten ist der Führerschein weg. Entsprechend ist es nur wenig verwunderlich, dass findige Händler Punkte-Tauschbörsen im Netz eröffnet haben.
Das System des Tausches ist einfach und läuft von kleinen Abweichungen abgesehen immer gleich ab: Der Verkehrssünder meldet sich bei dem entsprechenden Portal an und reicht den Anhörungsbogen der Bußgeldstelle ein. Das Portal sucht dann nach einem passenden Ersatz in der Datenbank. Der Strohmann wird dabei nach Geschlecht, Alter und Aussehen ausgewählt. Das Ziel ist, einen möglichst passenden Ersatz zu finden. Dieser füllt dann den Anhörungsbogen der Bußgeldstelle aus und übernimmt somit Punkte oder Fahrverbote.
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Könnten Sie diesen Artikel bitte an Antenne Bayern schicken.
Dort hat gestern im Radio ein solcher Portalbetreiber seine Dienste angeboten und gesagt, dass das völlig im legalen Bereich sei.
Bevor viele Leute in ihr Verderben rennen, wäre eine Gegendarstellun g wichtig.
mfg
Karin Böhm
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