Sonntag ist Ruhetag! – Zumindest für den stationären Handel. So war es schon immer, doch so muss es nicht immer bleiben, finden einige namhafte Warenhäuser. Denn während die Pforten ihrer Filialen sonntags geschlossen bleiben müssen, zieht der Online-Handel an ihnen vorbei. Das soll sich ändern.
Verschiedene namhafte Warenhäuser wie die Traditionsunternehmen Karstadt und Kaufhof, aber auch die Luxus-Kaufhäuser der KaDeWe-Group tun sich zusammen, um für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen: Sie treten für eine Freigabe der Öffnungszeiten an Sonntagen ein. Der Hintergrund ist klar: Der Online-Handel hat auch sonntags und feiertags „geöffnet“, kann rund um die Uhr Umsätze generieren und zieht den stationären Händlern somit davon. Auch andere Unternehmen möchten sich der Offensive anschließen.
„Wir wollen Waffengleichheit“, erklärt KaDeWe-Chef Andre Maeder laut N-TV und meint damit nicht nur den Online-Handel, sondern beispielsweise auch Outlet-Zentren in den Niederlanden und Polen. Die Verbraucher müssten nach Meinung der Warenhäuser in der Lage sein, selbst zu entscheiden, wann sie arbeiten bzw. wann sie einkaufen. Karstadt-Chef Stephan Fanderl verweist zudem darauf, dass Einkaufen ein „fundamentaler Teil der Beschäftigung an Sonntagen“ sei und den Verbrauchern somit die nötige Freiheit gegeben werden müsse.
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