Marktplatz-KIX: Online-Händler wollen mehr Schutz vor Abmahnmissbrauch

Veröffentlicht: 18.05.2017
imgAktualisierung: 17.05.2017
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
18.05.2017
img 17.05.2017
ca. 2 Min.
Der Onlinehandel wünscht sich stärkere Schutzmaßnahmen vor missbräuchlichen Abmahnungen,.Das ergab der aktuelle Marktplatz-KIX.


Politik beschäftigt alle Bereiche des täglichen Lebens. Auch der Online-Handel schenkt der bevorstehenden Bundestagswahl Beachtung. Der aktuelle Marktplatz-KIX zeigt, was sich Händler von der neuen Bundesregierung besonders wünschen: Mehr Schutz vor missbräuchlichen Abmahnungen.

Abmahnung E-Mail © Rawpixel.com /shutterstock.com

Für die kommende Legislaturperiode wünschen sich 82 Prozent mehr Schutz gegen missbräuchliche Abmahnungen. Die aktuellen Maßnahmen sind den meisten zu gering. Nur 13 Prozent der Online-Händler sind mit dem gegenwärtigen Schutz zufrieden. Ein Großteil (75 Prozent) wünscht sich außerdem die Vereinfachung der Verbraucherschutzregeln sowie einen unkomplizierten internationalen Handel (70 Prozent). „Ganz oben auf der Wunschliste der Onlinemarktplatzhändler stehen eine stärkere rechtliche Absicherung sowie der Abbau von Barrieren“, bestätigt Denis Burger, Senior Director Seller Growth bei Ebay, die Ergebnisse.

Händler wünschen sich Digitalisierungsminister

Wenn im September eine neue Bundesregierung aufgestellt wird, hätte ein Großteil der Online-Händler außerdem gerne einen Digitalisierungsminister. Das ergab der aktuelle Marktplatz-KIX von ECC Köln und Ebay. 52 Prozent der befragten rund 200 Teilnehmer gab an, sich eine zentrale Position im Bundestag zu wünschen, die sich um „die unternehmerischen Herausforderungen im Online-Umfeld“ kümmert.

Markplatz-KIX

© eBay Corporate Services GmbH

Ausbau der Breitbandinfrastruktur

Auf die Frage hin, wie zufrieden die Online-Händler mit der aktuellen Breitbandinfrastruktur sind, zeigten sich die Wenigsten positiv gestimmt. Über die Hälfte wünschen sich dahingehend mehr Investitionen. „Ein leistungsstarker und stabiler Zugang zum Internet ist Voraussetzung, um hinreichend an der Digitalisierung teilnehmen zu können, sowohl als Konsument als auch als Händler. Das ist auch für Onlinemarktplatzhändler ein zentrales Thema: Zwei Drittel der Marktplatz-KIX-Teilnehmer wünschen sich, dass auf politischer Ebene künftig mehr in den Breitbandausbau investiert wird“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Auch in diesem Punkt wird der Wunsch nach einem Digitalisierungsminister laut, der die Wünsche und Bedürfnisse der Online-Händler zentral bündelt und den E-Commerce in Deutschland fördert.

Mit Blick auf die Parteien, hat die CDU/CSU die besten Chancen bei den Online-Händlern. Knapp 59 Prozent gaben an, dass diese Partei ihre Interessen am besten vertritt. Etwas abgeschlagen dahinter landet die SPD mit nur knapp 26 Prozent der Stimmen.

Veröffentlicht: 18.05.2017
img Letzte Aktualisierung: 17.05.2017
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
3 Kommentare
Kommentar schreiben

Hima
18.05.2017

Antworten

Händler müssen gefördert und nicht abgeschreckt werden.
Alleine dass es so was wie den Händlerbund gibt zeigt doch, dass hier was falsch läuft!

Gesetze müssen so gemacht werden, dass JEDER sie versteht. Die ganzen Abmahnungen kommen doch nur von Verordnungen, Gesetzen und allerlei überflüssigen Quatsch.

Jedes neue Gesetz, jedes neue Urteil, jede neue Verordnung bringt einzig und alleine dem Abmahnanwalt etwas .. und zwar Geld!
Für Händler bringt das ganze nur noch mehr unbezahlte Arbeit.

Aber Hauptsache die Politiker und Anwälte haben was zu tun .. wenn auch nur auf Kosten von anderen!!!!!!
Sara
18.05.2017

Antworten

Wir brauchen keinen Digitalminister , was soll der Quatsch?
Wenn, dann brauchen wir einen Minister für gesunden Menschenverstand!

Sowohl EU als auch die Bundesregierung sollte sich mal auf den Boden der Tatsachen begeben und eine realitätsnahe Politik betreiben.
Statt mündiger Verbraucher gibt es den bevormundeten Verbraucher. Händler werden mit sinnfreien Verbraucherstre itschlichtungsv erordnungen gegängelt. Die EU überschüttet uns Händler mit allerlei realitätsfernen Anforderungen.

Statt immer alles weiter zu bürokratisieren und Vorschriften zu machen, sollte Vertragsautonom ie und Individualität im Vordergrund stehen.
Strenge Gesetze müssten gelockert werden oder nur auf Großunternehmen angewendet werden.

Abmahnungen sollten Verboten werden oder eine Grenze eingeführt werden. Z.B. KMU sind von Abmahnungen ausgenommen oder der maximale Abmahnbetrag bei einmaligen vergehen ist 50€, bei mehrmaligen Vergehen maximal 200€. Großunternehmen entsprechend höher.
Koch
18.05.2017

Antworten

Dann sollten die Onlinehändler die einzige Alternative (AfD) zu den Altparteien wählen. Diese hatten nämlich viele Jahre Zeit um hieran etwas zu ändern. Die Abschaffung des "Abmahnsystems" ist übrigens sogar im AfD Wahlprgramm enthalten.