Die EU-Kommission hat ihren Abschlussbericht über die Sektoruntersuchung zum E-Commerce vorgelegt. Die Ergebnisse sind Teil der digitalen Binnenmarkt-Strategie und lassen einige Rückschlüsse auf Wettbewerbshürden zu.

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Die EU-Kommission hat die Sektoruntersuchung nach zwei Jahren beendet. In der Befragung sollten mögliche Hürden und Probleme in den E-Commerce-Märkten Europas aufgezeigt werden, zugleich ist die Befragung Teil der digitalen Binnenmarkt-Strategie der Kommission – und damit wichtig für die Entwicklung des Online-Handels innerhalb der Europäischen Union. Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts über die Sektoruntersuchung hat die Kommission den letzten formalen Schritt der Untersuchung durchgeführt. Der Händlerbund hat die Durchführung der Sektoruntersuchung in Deutschland unterstützt und begleitet.
1.051 Einzelhändler, 37 Marktplätze, 89 Anbieter von Preisvergleichsinstrumenten, 17 Anbieter von Zahlungssystemen, 259 Hersteller, 248 Anbieter von digitalen Inhalten, 9 Unternehmen, die virtuelle Privatnetze und IP-Routing-Dienstleistungen anbieten, sowie 30 große Gruppen und Hosting-Betreiber aus 28 Mitgliedsstaaten haben die Fragebögen, die zwischen Juni 2015 und März 2016 verschickt wurden, beantwortet. Insgesamt wurden 2.605 Vereinbarungen zum Vertrieb von Verbrauchsgütern und 6.426 Lizenzvereinbarungen für den Vertrieb von digitalen Inhalten eingereicht.
Im Rahmen der Befragung wurden auch die größten Wettbewerbshürden für den Online-Handel ermittelt. Wie aus dem Bericht hervorgeht, spielen vor allem Vertriebsbeschränkungen eine große Rolle. Über die Hälfte der Hersteller fordern in ihren Vertriebsvereinbarungen, dass zumindest ein Teil ihrer Produkte in stationären Geschäften von Händlern vertrieben wird. Damit ist reinen Online-Händlern der Verkauf der betroffenen Produkte untersagt.
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