Wilfried S., der Angeklagte im Betrugsprozess um den Kreditschwindel gegen Unister-Chef Thomas Wagner, hat am Mittwoch erstmals vor Gericht ausgesagt. Er spielte dabei seine Rolle bei dem dubiosen Kreditgeschäft herunter.

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„Ich habe nie damit gerechnet, dass man mich festnimmt“, erklärte der Angeklagte Wilfried S. Er selbst sehe keine Fluchtgefahr bei sich, wie er laut Leipziger Volkszeitung (LVZ) vor Gericht beteuerte, und habe den Ermittlern sogar angeboten, bei der Suche nach dem Geschäftsmann Vass zu suchen. Vass soll Unister-Gründer Thomas Wagner bei dem Kreditschwindel in Venedig den Koffer voll Falschgeld untergejubelt haben, bevor Wagner auf dem Rückflug nach Leipzig abstürzte und ums Lebens kam.
Wilfried S., dem wegen Betrugs der Prozess gemacht wird, wies in seiner Aussage jeden Tatvorwurf von sich. Gleich zu Beginn habe er deutlich gemacht, dass er Vass keineswegs schon seit 17 Jahren kenne. Auch stehe er nicht seit acht Jahren in Geschäftsbeziehungen zu ihm. Vielmehr sei der Kontakt zu Vass über eine Frau Berger entstanden, die S. über das Internet kennengelernt hatte. Das sei rund zweieinhalb Jahre her, so der Angeklagte.
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