Erst im September hatte Yahoo einen Massenhack eingeräumt, bei dem eine halbe Milliarde Nutzerkonten betroffen waren. Nun muss das Unternehmen aber einen weiteren Massenhack bekannt geben: Dieses Mal sind eine Milliarde Nutzer betroffen.

Bildquelle: charnsitr / Shutterstock.com
Wie löchrig ist Yahoos Sicherheitssystem? Erst im September hatte das Unternehmen eingeräumt, dass es bereits im Jahr 2014 zu einem Massenhack gekommen war, bei dem eine halbe Milliarde Nutzerkonten betroffen waren. Schon das ist eine gewaltige Zahl, doch nun hat Yahoo einen weiteren erfolgreichen Großangriff auf seine Nutzerkonten zugegeben: Im August 2013 sollen demnach bereits eine Milliarde Nutzerdaten von Betrügern abgegriffen worden sein. Wie Heise Online berichtet, hatte kein bislang bekannter Hack „auch nur annähernd so viele Opfer“.
Die abgegriffenen Daten aus dem neuen Hack umfassen offenbar Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und Passwort-Hashes (MD5). Das Hash-Verfahren MD5 gilt dabei laut Heise „schon lange als geknackt“, bietet also vermutlich keine Sicherheit mehr. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass auch verschlüsselte und teilweise offenbar sogar unverschlüsselte Sicherheitsfragen und die dazu passenden Antworten abgegriffen wurden.
Yahoo will jetzt potenziell betroffene Nutzer informieren und fordert sie zum Ändern ihres Passworts auf. Zudem hat das Unternehmen die Sicherheitsfragen, die unverschlüsselt gespeichert waren, ungültig gemacht. Auch Nutzer von Flickr sind betroffen, da ihre Konten zeitgleich Yahoo-Konten sind.
Kommentar schreiben