Trump könnte zum Problem für US-Internetkonzerne werden

Veröffentlicht: 10.11.2016
imgAktualisierung: 10.11.2016
Geschrieben von: Giuseppe Paletta
Lesezeit: ca. 3 Min.
10.11.2016
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ca. 3 Min.
Donald Trump ist der neue US-Präsident und könnte für so einige Internetunternehmen sehr ungemütlich werden, wenn er das umsetzt, was er gesagt hat.


Amazon, Apple, Facebook: Viele Internetunternehmen hätten lieber Hillary Clinton als US-Präsidentin gesehen. Nun müssen sie mit Donald Trump als Staatsoberhaupt leben, der ihnen in mehreren Gelegenheiten gedroht hat. Und sogar auf Online-Händler in Deutschland könnte der neue Präsident Auswirkungen haben.

Trump vor US-Flagge

GrAl / Shutterstock.com

Was viele nicht für möglich gehalten haben, ist eingetroffen: Donald Trump ist der neue Präsident der USA. Er wird in den nächsten vier Jahren auch für Weichenstellungen in Wirtschaftsfragen Verantwortung tragen. Dabei hat er schon im Wahlkampf angedeutet, dass er nicht unbedingt ein Freund von Internetunternehmen ist. Während Facebook, Apple und Co. rund acht Millionen US-Dollar in den Wahlkampf von Hillary Clinton investiert hatten, bekam Trump nur 300.000 US-Dollar.

„Glaubt mir, wenn ich Präsident werde, werden sie große Probleme bekommen“, hatte Donald Trump noch im Februar in Bezug auf Amazon gesagt. Kein Wunder, dass die Amazon-Aktie nach Bekanntwerden des Wahlsieges von Trump kurzzeitig eingeknickt ist. Genauso übrigens wie die Aktien anderer Internetunternehmen, zum Beispiel von Facebook. Gleichzeitig gingen Aktien großer Banken sprunghaft nach oben.

Online-Händler in Deutschland könnten profitieren

Trump ist ein Populist und vieles was er sagt, wird er so nicht umsetzen. Er ist nur schwer vorstellbar, dass er tatsächlich, wie er es im Wahlkampf gesagt hat, Teile des Internets abschaffen wird. Doch Aussagen wie diese sind dafür verantwortlich, dass zum Beispiel im Silicon Valley Berichten zufolge Unsicherheit herrscht.   

Welche Gefahr Trump tatsächlich für die Internetwirtschaft darstellen wird, wird sich an den beiden Konzernen Apple und Amazon messen lassen. Trump hatte im Wahlkampf gesagt, er werde dafür sorgen, dass Apple seine iPhones nicht mehr in China, sondern in den USA bauen werde. Das erklärt, warum Apple so viel Geld in den Wahlkampf von Clinton gesteckt hat.

Doch es gibt auch positive Stimmen zum Wahlsieg Trumps, in Bezug auf den E-Commerce etwa. So könnte es sein, dass gerade der deutsche E-Commerce von Trumps Aktionismus gegenüber Internetkonzernen und China profitieren könnte. Denn wenn Trump tatsächlich Schutzzölle für Importe aus China einführt, dann wird es für chinesische Online-Händler teurer werden, in die USA zu verkaufen. Das könnte ein Vorteil für Online-Händler aus Deutschland werden.

 

Veröffentlicht: 10.11.2016
img Letzte Aktualisierung: 10.11.2016
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Giuseppe Paletta

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Matthias
16.11.2016

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Und was passiert wenn Trump einfach den De-minimis Grenzwert wieder von 800 auf 200 USD oder noch weiter nach unten senkt? Wäre auch nicht gerade ein Vorteil für die euopäischen Lieferanten. Der Artikel greift leider nur einen Aspekt von vielen heraus.
Stratmann
12.11.2016

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Das denke ich auch.
Steffen
11.11.2016

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Ist es nicht eher so, dass dann Chinesische Händler den europäischen Markt fluten, wenn es in den USA zu teuer wird?