Vier Jahre. So lange schon stehen Mitarbeiter von Amazon regelmäßig vor den Logistikzentren des Unternehmens und streiken. Bisher merklich ohne Erfolg, denn für den Online-Händler sind die Arbeitsniederlegungen inzwischen Teil der Geschäftskalkulation.

In Leipzig wird regelmäßig gestreikt (Foto: Händlerbund)
Seit vier Jahren ruft die Gewerkschaft Verdi bei Amazon immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf, regelmäßig stehen Beschäftigte des Unternehmens vor den Logistikzentren wie etwa in Leipzig oder Bad Hersfeld und künftig vermutlich auch noch in Frankenthal und Dortmund. Doch bislang hatten die Streiks keinen Erfolg. Amazon lehnt das Argument der Gewerkschaft, die Mitarbeiter müssten nach Tarifen des Einzel- und Versandhandels bezahlt werden, grundlegend ab – bei den Mitarbeitern handele es sich, so Amazon, um Logistikmitarbeiter und beruft sich deshalb auf den Logistik-Tarifvertrag.
Diese Gleichgültigkeit gegenüber den Streiks legt Amazon selbst im hektischen Weihnachtsgeschäft an den Tag. „Die Streiks sind ein Witz“, urteilt nun auch der E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann in der FAZ. Heinemann will keine Wirkung des Arbeitskampfes erkennen – Amazon habe die Streiks nach Ansicht des Wissenschaftlers längst einkalkuliert. Das Unternehmen hat längst mehr Versandzentren in Europa aufgebaut und kann durch dieses Logistiknetz Auftragsspitzen und streikende Mitarbeiter ausgleichen. „Amazon ist so aufgestellt, bei streikbedingten Engpässen aus Logistikzentren im benachbarten Ausland liefern zu können“, erklärt auch Kai Hudetz, Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung, gegenüber der FAZ.
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Bald wird es Verdi geschafft haben auch diese Arbeitsplätze zu vernichten.... wie sie es schon mit so vielen geschafft haben.
Schon mein Vater hat Verdi als Arbeitnehmerver räter und nicht als Arbeitnehmerver treter bezeichnet.
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