Gefälligkeitsbewertungen bleiben außen vor
Ein weiteres Problem: Die neuen Richtlinien klammern das Thema „Gefälligkeitsbewertungen“ völlig aus. Doch diese sind genauso anfällig für Manipulationen. Erst letztens hatte eine Studie herausgefunden, dass Incentive-Rezensenten durchschnittlich eine Bewertung von 4,73 Sternen vergeben. Der Durchschnitt bei normalen Bewertungen liegt bei 4,4 Sternen. Nach den neuen Rezensionsrichtlinien bleibt die ordnungsgemäße Nutzung von rabattierten oder kostenlosen Produkten im Tausch gegen eine ehrliche Bewertung nach wie vor explizit erlaubt.
Wie marketplce-analystics.de schreibt, ist die Einführung einer Betragsgrenze nicht neu. Schon im Juli wurde eine solche eingeführt, doch die Grenze lag mit fünf US-Dollar wohl zu niedrig, um den erwünschten Erfolg zu zeigen. Der Kompromiss von 50 US-Dollar dürfte entsprechend einige Fake-Rezensenten vom Bewerten abhalten, aber es normalen Kunden im Großen und Ganzen nicht unmöglich machen, zu bewerten. Zudem wird davon ausgegangen, dass die meisten ehrlichen Rezensionen ohnehin von Nutzern mit über 50 US-Dollar Ausgaben verfasst werden.
In Deutschland gibt es bisher nur die eine Einschränkung bei der Frage, wer Bewertungen schreiben darf. In den deutschen Richtlinien heißt es nach wie vor: „Um eine Rezension verfassen zu können, müssen Sie ein Amazon-Kundenkonto haben und bereits mindestens ein Produkt oder eine Dienstleistung erstanden haben (kostenlose Downloads zählen nicht dazu). Rezensionen zum selben Produkt von Kunden aus dem gleichen Haushalt sind nicht gestattet.“ Es ist anzunehmen, dass sich dies aber ändern könnte. Sollten die neuen Rezensionsrichtlinien in den USA erfolgreich sein und Fake-Bewertungen weniger werden, ist es durchaus denkbar, dass Amazon die Richtlinien auch in Deutschland entsprechend anpassen wird.
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interessanter Artikel, dem leider einige Updates fehlen. Zum Beispiel der allerneuste Schrei, dass Käufer erst dann bewerten dürfen, wenn sie mindestens für 50€ eingekauft haben. Habe gerade einen Artikel in der Content-Werksta tt.com darüber verfaßt.
LG,
Content-Werkstatt
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Ich habe immer wieder Helden entdeckt, die wohl aus Frust an einem Artikel, sämtliche identischen Produkte auch negativ bewertet haben.
Das darf so nicht sein, und wenn man sowas an Amazon meldet sollten diese Bewertungen zum einen gelöscht werden, zum anderen sollten solche Bewerter nicht mehr dazu zugelassen werden !
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