Die Berliner StartUp-Schmiede Rocket Internet hat einen deutlichen Verlust im ersten Halbjahr 2016 eingefahren. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 617 Millionen Euro – das liegt vor allem an einer Beteiligung.

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Rocket Internet hat ein deutlich durchwachsenes Halbjahr hinter sich. Die Berliner StartUp-Schmiede musste in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Verlust von 617 Millionen Euro hinnehmen. Nach Angaben der WirtschaftsWoche sind vor allem Abwertungen bei der Global Fashion Group für das hohe Minus verantwortlich. Die GFG sorgte für insgesamt 383 Millionen Euro Verluste bei Rocket Internets Halbjahresergebnis und ist dafür für über die Hälfte des Minus verantwortlich. Weitere Sondereffekte wie Wertminderungen haben das Ergebnis dann zusätzlich nach unten gedrückt.
Neben den hohen Verlusten musste Rocket Internet auch deutlich gesunkene Umsatzzahlen präsentieren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der konsolidierte Umsatz von 71 Millionen Euro auf 29 Millionen Euro. Grund dafür sei die Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften gewesen. Rocket Internet betreibt mit dem Seriengründen von Jungunternehmen ein kostspieliges Geschäft, das auch die Anleger immer wieder verunsichert. Auf der Hauptversammlung im Juni gestand Rocket-Chef Oliver Samwer den Anlegern gegenüber Probleme ein, merkte aber auch an, dass Scheitern zur Unternehmenskultur der StartUp-Schmiede gehört. „Wir scheitern oft, aber wir scheitern nicht mit vielen Verlusten“, bekräftigte Samwer.
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