Die Insolvenzen um den Unister-Konzern ziehen weitere Kreise: Jetzt hat auch das Flaggschiff-Portal Ab-in-den-Urlaub.de Insolvenz beantragt. Das habe aber vor allem strategische Gründe. Zeitgleich gab Insolvenzverwalter Dr. Flöther bekannt, Kaufangebote zu prüfen.

© Unister
Auch das bekannte Reiseportal Ab-in-den-Urlaub.de hat nun Insolvenz beantragt. Daneben stellten auch die Kurz Mal Weg GmbH und die RMK Billigfluege.de Insolvenzantrag, wie die Unister-Insolvenzverwaltung Flöther & Wissing erklärt. Dabei handelt es sich offenbar um eine strategische Entscheidung: „Die Insolvenzanmeldung ist Voraussetzung für einen Schulden- und Altlasten-freien Verkauf dieser Gesellschaften im Rahmen des Investorenprozesses“, so Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Flöther einen Asset-Deal anstrebe. Damit sind nun auch in der Travel-Sparte die Voraussetzungen für einen solchen Deal geschaffen.
Kunden der betroffenen Gesellschaften hätten durch die Insolvenzanmeldung keinen Nachteil, bekräftigt der Insolvenzverwalter. „Vor der Insolvenz gebuchte Leistungen werden weiter voll erbracht und Buchungen sind weiterhin in vollem Umfang möglich und sicher“, betont Flöther. Die Unister-Gesellschaften seien nur als Vermittler von Leistungen tätig. Zahlungen fließen deshalb „in den meisten Fällen direkt an den Leistungserbringer, d. h. etwa das Hotel oder die Fluggesellschaft“.
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