Condor bringt Click and Collect ins Flugzeug

Veröffentlicht: 08.01.2014
imgAktualisierung: 08.01.2014
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.01.2014
img 08.01.2014
ca. 2 Min.
Die Fluggesellschaft Condor bietet ihren Gästen nun die Möglichkeit, über einen Online-Shop steuerfreie Produkte zu kaufen und sich diese ins Flugzeug liefern zu lassen.


Wenn nach neuen, zeitgemäßen Strategien im Online-Handel gefragt wird, lautet die Antwort häufig „Multi-Channelling“ bzw. „Kopplung von stationärem und digitalem Handel“. In diesem Sinne hat sich die Fluggesellschaft Condor etwas Neues für ihre Kunden einfallen lassen: Sie will Verbraucher mit einer Art Click and Collect-Service im Flugzeug überzeugen.

Condor: Online-Handel im Flugzeug

(Bildquelle Online-Flüge: Franck Boston via Shutterstock)

Der neue und kundenorientierte E-Commerce-Dienst der Fluggesellschaft Condor heißt „Airshoppen“. Er ermöglicht es Kunden, – so wie man es eigentlich aus den Duty-free-Shops von Flughäfen kennt – steuerfrei einzukaufen und das von zuhause aus. Das entsprechende Sortiment des Web-Shops umfasst über 900 Artikel aus den Bereichen Kosmetik, Wein und Spirituosen, Süßwaren, Boutique sowie Tabakwaren. Außerdem gewährt Condor eine Tiefpreisgarantie, die gegenüber dem Einzelhandel nicht nur Einsparungen von bis zu 50 Prozent erlaubt, sondern auch die Differenz zu einem günstiger gefundenen Artikel erstattet.

Click and Collect mal anders

Anders als im herkömmlichen Online-Handel werden den Kunden die bestellten Waren jedoch nicht nach Hause geliefert, sondern ihnen während des nächsten Fluges mit Condor ausgehändigt. Das Prinzip entspricht also in etwa dem Click and Collect-Service. Bei der Bestellung können Kunden selbst entscheiden, ob sie die Artikel während ihres Hin- oder ihres Rückfluges erhalten möchten. Die Bezahlung erfolgt dann durch die Servicekräfte im Flugzeug.

Obwohl Condor die erste deutsche Fluggesellschaft ist, die einen solchen Service anbietet, gibt es diese Art von Click and Collect-Verfahren bereits in anderen Ländern, wo durchaus positive Bilanzen gezogen werden können.

Das Unternehmen sagt dazu: „Mit Airshoppen möchten wir unseren Kunden ein neues Kauferlebnis bieten: unkompliziert, hochwertig und mit den garantiert günstigsten Preisen auf dem Markt.“ Und „Das Konzept wird bereits von unserer Schwesterairline Thomas Cook Airlines in Skandinavien erfolgreich umgesetzt und wir sind stolz, unseren Passagieren als erste deutsche Airline einen Service dieser Art anbieten zu können.“

Zwar dürfte das neue Angebot auch hierzulande auf interessierte Kunden stoßen, es muss sich allerdings noch zeigen, wie lukrativ das Geschäft für Condor ist. Denn anders als bei anderen Online-Unternehmen und Click and Collect-Verfahren fehlen hier wohl die Stammkunden, die ganz regelmäßig einkaufen.

Veröffentlicht: 08.01.2014
img Letzte Aktualisierung: 08.01.2014
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Peggy Löhner
10.04.2015

Antworten

Das lukrative Angebot hat sich bei uns als Schein aber nicht sein herausgestellt. Man teilte uns mit, der Katalog und Bestellformular , das man uns zugeschickt hatte, wären nicht gültig. Ein Verkauf innerhalb der EU ginge nicht, da die Rechtslage nicht geklärt sei. Im Katalog steht aber mehrfach, dass es auf allen Condorflügen möglich sei. Man wird regelrecht dazu animiert. Und dann heisst es lapidar: sorry, Katalog ist falsch.....