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Verdi: Mitarbeiter-Petition von Amazon gesteuert?

Veröffentlicht: 06.01.2014
imgAktualisierung: 06.01.2014
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
06.01.2014
img 06.01.2014
ca. 2 Min.
Die Gewerkschaft Ver.di wird erschüttert: 1000 Amazon-Mitarbeiter sollen eine Petition gegen die Streiks unterzeichnet haben. Die Gewerkschaft vermutet eine PR-Aktion


Streiks während des Weihnachtsgeschäfts bis zwei Tage vor Heiligabend – mit diesem Plan wollte die Gewerkschaft Verdi Amazon Weihnachten ruinieren. Der Online-Händler gab sich unbeeindruckt und will eines der besten Geschäfte aller Zeiten verzeichnet haben. Nun gibt es eine Petition von Mitarbeitern gegen die Gewerkschaft, doch dahinter vermutet Verdi das Zutun von Amazon.

Amazon Turm

1.000 Unterschriften soll die Petition gegen den Tarifstreit von Verdi umfassen. Auf Amazons Logistik-Blog findet sich die Nachricht, dass die Mitarbeiter sich in einer „selbst initiierten Unterschriftenaktion“ von der Gewerkschaft distanzieren wollen. Das liest sich dabei recht rabiat: „Das negative öffentliche Bild verfolgt uns bis ins Privatleben und wir möchten uns nicht mehr privat für unseren Arbeitgeber, unsere Arbeitsbedingungen und die Ansicht einiger Kollegen rechtfertigen, welche nicht der Realität und unserem täglichen Arbeitsleben entsprechen“, heißt es in dem Petitionstext.

Verdi zweifelt an der Petition

Im Telefoninterview mit OnlinehändlerNews sprach eine Sprecherin der Gewerkschaft davon, dass Verdi die Petition als gezielte Aktion Amazons wahrnehme. So sollen in Leipzig die Unterschriften „unter Aufsicht des Managements“ gesammelt worden sein – immerhin zwei Drittel der 1.000 Unterschriften kommen von Mitarbeitern dieses Logistikzentrums. Weiterhin sei auffällig, dass viele der Unterzeichner nicht mehr bei Amazon angestellt seien, da sie für das Weihnachtsgeschäft befristet eingestellt waren. Die Gewerkschaft vermutet, dass den Unterzeichnern für ihre Unterschrift eine höhere Chance auf eine Übernahme versprochen worden sei – ein weiterer Druck auf die Angestellten von Amazon.

Für diesen Umstand, dass die Angestellten des Händlers unter hohem Druck stehen, drückte die Verdi ihr Verständnis aus und betonte, die Unterzeichner zu Gesprächen eingeladen zu haben, um über die Ziele des Tarifkampfes zu informieren und gemeinsam bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu erreichen. Dazu sollen den Mitarbeitern eine telefonische sowie eine direkte Kontaktmöglichkeit vor Ort zur Verfügung stehen.

"Es wird weitergehen!"

Zum weiteren Verlauf des Tarifstreits mit Amazon konnte die Sprecherin der Gewerkschaft noch keine näheren Angaben machen. Sie versicherte OnlinehändlerNews aber, dass es weitergehen wird. Nach dem Weihnachtsgeschäft müsse nun aber das weitere Vorgehen genau besprochen werden, bevor die nächsten Schritte angekündigt und aufgenommen werden. Daran, dass es wieder Streiks geben wird, dürfte es keinen Zweifel mehr geben.

Veröffentlicht: 06.01.2014
img Letzte Aktualisierung: 06.01.2014
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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nixmehrgutti
07.01.2014

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Natürlich ist das auf druck von Amazon geschehen welcher Mitarbeiter verzichtet den freiwillig auf mehr Gehalt nur damit die Amazon Bosse noch reicher werden können?