E-Food: Nischenbranche mit Wachstumspotential
Die positive Bilanz motiviert den Schweizer Online-Supermarkt nach eigenen Angaben zu mehr Investitionen in diesem Jahr. So soll im Laufe des zweiten Halbjahres bereits der zweite DRIVE-Standort im aargauischen Staufen gebaut werden. Online-Kunden können dadurch ihre im Internet bestellten Lebensmittel selbst mit dem Auto abholen. Den ersten DRIVE-Standort hatte LeShop erst im Oktober 2012 eröffnet und bereits nach wenigen Monaten eine positive Bilanz gezogen. „Der fortlaufende Ausbau der Services ist ein wichtiger Schritt für LeShop.ch – und für die Migros als Ganzes. Denn ein starker Online-Kanal ergänzt die klassischen Verkaufskanäle der Migros und eröffnet uns langfristig zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im hart umkämpften Detailhandel“, sagt Ernst-Dieter Berninghaus, Leiter des Departementes Handel bei der Migros-Genossenschaft.
Dass der Online-Handel mit Lebensmitteln in Deutschland hingegen noch ganz am Anfang steht, belegt nicht nur die Studie von ATKearney zum Online-Handel mit Lebensmittel: Für Deutschland hatten die Experten herausgefunden, dass nur 0,3 Prozent aller Befragten Nahrungsmittel hierzulande im Internet einkaufen wollten. Dennoch handelt bei uns nicht nur REWE online mit Lebensmitteln. Auch kleinere Anbieter wie Emmas Enkel, MyTime oder Allyouneed positionieren sich bei uns im Online-Handel, halten sich aber mit Umsatzzahlen zum Teil noch bewusst zurück.
Trotz der positiven Jahresbilanz von LeShop.ch, ist der Online-Handel mit Lebensmittel auch in der Schweiz noch lange nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Der Online-Handel mit Lebensmitteln macht in der Schweiz im Moment einen Anteil von ein Prozent des Gesamtmarktes für Nahrungsmittel aus. In dieser Hinsicht ist Großbritannien das fortschrittlichste Land: Laut einer Erhebung der Boston Consulting Group liegt der Marktanteil der Online-Lebensmittelhändler hier bereits bei fünf Prozent.
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