Wann sind die Zeiten der höchsten Belastung
Tauchen Sie in Ihr Google Analytics ein und betrachten Sie die Daten der letzten Jahre. Basierend auf diesen Daten können Sie feststellen, zu welchen Stunden oder auch Zeiträumen die größte Besucherdichte am Cyber Monday oder generell im Jahresendgeschäft auf Ihren Webseiten herrscht. Jetzt wissen Sie, auf welche Anforderungen Sie sich einrichten müssen.

Optimierung von Mobile Webseiten
Aufgrund der stark anwachsenden Umsätze über Mobile Devices steigt ebenfalls die Notwendigkeit einer optimalen User Experience auf diesen Geräten. Nach wie vor sind eine große Anzahl der Mobilen Geräte nicht in der Lage, alle Funktionalitäten einer regulären Webseite darzustellen und zu nutzen. Dies bedeutet, dass wichtige Bandbreite unnötig für das Laden nutzloser Elemente verschwendet wird (zum Beispiel Flash, Rich JavaScript etc.). Daher wird empfohlen, mobile Versionen der Webseiten für diese Benutzergruppe bereit zu stellen. Die Vermeidung einer Fülle umfangreicher Animationen, großer Bilder und Auto-Videos auf mobilen Webseiten spart Bandbreite und verbessert die Ladezeiten deutlich. Und zuletzt einer der wichtigsten Aspekte, und zwar die optimale Umleitung der Besucher auf mobile Webseiten. Dabei sollte aber weiterhin die Möglichkeit angeboten werden, auf die regulären Webseiten zurückzukehren. Hier können Sie mehr darüber lesen, wie Sie Mobile Besucher am besten umleiten.
Zusätzlich zum Einsatz von Mobile Webseiten
empfiehlt es sich natürlich, auch die regulären Webseiten (bzw. die meistbesuchten Pages) so schlank wie möglich zu gestalten, um für die Anforderungen höchster Belastungen gewappnet zu sein.
Sollten Sie keine Ressourcen zur Verfügung stehen haben, um komplett neue Mobile Webseiten zu erstellen, stellen Sie zumindest sicher, dass Sie die Homepage und die Seiten mit hohem Traffic für die Mobile Nutzer optimiert haben.
“Aber ich verfüge weder über das Geld, noch über die Manpower oder die Zeit, um dies umzusetzen!“. Auch dann gibt es einige angemessene, günstige und wenig zeitintensive Lösungen, um eine mobile Version Ihrer Webseite zu erstellen. Mashable liefert Ihnen eine Liste an Tools, die dieses Kunststück für Sie übernehmen können.
Server Response Zeit verbessern
Die durchschnittliche Server Response Zeit sollte unter 200ms liegen. Variiert die Server Response Zeit Ihrer Systeme, ist dies vielfach ein Anhaltspunkt für Performance Probleme. Es gibt eine Reihe an möglichen Ursachen für wechselnde Response Zeiten, wie z.B. eine zu langsame Datenbank, Ressourcen Engpässe, langsame Frameworks, Routing, Engpässe in der Software und natürlich auch ganz einfach zu geringe Server-Kapazitäten. Um hierfür die Ursache herauszufinden, sind Tests notwendig. Ausgehend von den Ergebnissen sollten Sie dann daran gehen, die Probleme zu beseitigen. Während und nach diesen Tests ist es sinnvoll, auf Web Monitoring Services zurückzugreifen, um kontinuierlich die direkten Auswirkungen der Maßnahmen auf die User Experience feststellen und auswerten zu können.
Stellen Sie ausreichend Bandbreite sicher
Dies scheint so, als würde man auf das Offensichtliche hinweisen. Doch aufgrund von steigenden Online-Umsätzen und steigenden Kunden- bzw. Besucherzahlen im Verlauf eines Jahres, erwarten Webshop-Betreiber unter Umständen Überraschungen. Sollten sich die Bandbreiten im vergangenen Jahr bereits am Limit befunden haben, so sollten Sie dieses Jahr sicherstellen, dass hiervon dieses Mal ausreichend zur Verfügung steht. Zum Beispiel könnten Sie Ihren VPS Server in einen Dedicated Server umwandeln. Oder auch temporär Ihre Server-Kapazitäten upgraden.
Browser Caching
Das Browser Caching ist ein guter Weg, um die Ladezeiten Ihrer Webseite zu verbessern. Anstelle, dass kontinuierlich alle Elemente der Webseite bei einem neuen Besucher von Ihren Servern geladen wird, sollten zum Beispiel Bilder direkt aus dem Cache des Browsers geladen werden. Dies hat direkte positive Auswirkungen auf die Ladezeit Ihrer Webseiten.
Nutzen Sie CDNs oder zuverlässige 3rd Party Services
Ein CDN (Content Delivery Network) ist ein verteiltes Netzwerk an Servern. Durch die Nutzung eines CDNs stellen Sie sicher, dass Inhalte Ihrer Webseite, inklusive Bilder, CSS und JavaScript, jeweils von Servern geladen werden, die sich in unmittelbarer Nähe zum Standort des Webseiten Besuchers befinden. Dies wirkt sich besonders auf die Ladezeiten von Internationalen Besuchern aus. Neben diesen Performance Vorteilen sind CDNs auch in geringerem Umfang von DoS Attacken betroffen.
• Für mehr detaillierte Hinweise zur Optimierung der Ladezeiten Ihrer Webseite, werfen Sie einen Blick in unseren letzten Artikel zur Ladezeit Optimierung.
Überwachen Sie nicht nur statische Seiten sondern auch komplexe Prozesse
Neben der Überwachung der Performance einzelner Webseiten ist es besonders in Zeiten hoher Belastungen genauso unerlässlich, komplette Prozesse zu überwachen. Hierzu zählen zum Beispiel ein Login, eine Registrierung und natürlich auch der Checkout. Je größer die Anzahl an Transaktionen, die gleichzeitig gehandelt werden müssen, umso höher ist die Gefahr, dass es aufgrund technischer Probleme zu langen Ladezeiten oder auch Abbrüchen kommt. Zur Überwachung dieses besonders unternehmens- und erfolgskritischen Bereichs stehen verschiedene Lösungen mit unterschiedlichen Ansätzen zur Verfügung. Manche beleuchten das Userverhalten, andere inhaltliche Zusammenhänge und noch weitere technische Parameter, auch Application Performance Monitoring genannt. Speziell dieses Monitoring liefert wichtige Einblicke in die Hintergründe der Abbrüche.
Ihre Webseite ist optimiert, was jetzt?
Überwachen Sie kontinuierlich die Ladezeit Ihrer Webseite aus Kundensicht
Um einen Einblick zu erhalten, wie sich die Performance Ihrer Webseite vor und während der Traffic Spitzen verhält, ist es wichtig, die Ladezeit Ihrer Webseite zu messen und zu überprüfen. Auf diese Weise lassen sich Probleme erkennen und zielorientiert beseitigen.
Nutzen Sie internes Network Monitoring
Während Traffic Spitzen wird Ihrer Server auf
seine Belastbarkeit getestet. Unter normalen Umständen sollte Ihr Server in der Lage sein, auch Traffic größeren Umfangs zu verkraften. Aber unter extremen Bedingungen kann die CPU Last Ihres Servers durchaus 80 oder 90 Prozent erreichen. Dieser Zustand wird erreicht, wenn die Anzahl der eingehenden Requests deutlich über dem liegt, was der Server verarbeiten kann. In der Regel hat das ebenfalls negative Auswirkungen auf die Performance Ihrer Webseite. Normalerweise werden Sie eine hohe CPU Auslastung erst feststellen, wenn es bereits zu spät ist. Wenn Sie jedoch ein proaktives Netzwerk Monitoring einsetzen, erkennen Sie steigende CPU Auslastungen frühzeitig und ohne Verzögerung. Sie können dann sofort entscheiden welche Maßnahmen ergriffen werden, um Performance Problemen vorzubeugen. Zum Beispiel könnten Sie die Server Kapazitäten erweitern oder Ihre Hosting Pakete erweitern bzw. upgraden.
Zusammenfassung
Das Jahresendgeschäft ist für viele Online-Shops die wichtigste Zeit im Jahr. Zum Jahresende 2013 werden erneut Rekorde für den E-Commerce Bereich erwartet. Besonders während dieses Zeitraums ist die Bereitstellung einer optimalen User Experience für die Webseiten-Besucher von größter Bedeutung. Seien Sie als vorbereitet, nutzen Sie die Hinweise. Optimieren Sie Ihre Webseiten und Ihre Kapazitäten wie oben beschrieben
• Optimieren Sie die Inhalte Ihrer Webseite wie in unserem vorherigen Artikel erläutert (LINK)
• Überwachen und Analysieren Sie die Performance Ihrer Webseite
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