Neben neuen Roaming-Regeln gelten zukünftig auch veränderte Bestimmungen im Bereich Netzneutralität. Internet-Provider können nun „Spezialdienste“ beziehungsweise „Überholspuren“ anbieten, die die wachsenden Datenströme optimal organisieren sollen. Kommen damit auch höhere Kosten auf die Nutzer zu?

(Bildquelle Daten-Center: Oleksiy Mark via Shutterstock)
Seit Samstag, dem 30. April, gelten europaweit sowohl neue Roaming-Regeln als auch eine veränderte EU-Verordnung, die ein „offenes Internet“ vorsieht. Wie Heise Online berichtet, ermöglicht diese Regelung den Providern, eine Art Zwei-Klassen-Netz zu schaffen. Das bedeutet, dass die Anbieter beispielsweise Spezialdienste anbieten können, die entsprechend schneller, aber auch kostenintensiver sind.
Gleichzeitig hat der Eco-Verband der Internetwirtschaft ein dreiseitiges Debattenpapier veröffentlicht. Darin wird unter anderem auf den Begriff der Netzneutralität eingegangen und als „elementares Grundprinzip des Datenverkehrs im Internet“ bezeichnet: „Dieses Prinzip besagt, dass alles Datenpakete unabhängig von ihrem Inhalt, ihrer Anwendung, ihrer Herkunft und ihrem Ziel gleich behandelt und schnellstmöglich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen (z. B. Bandbreite, Hardware etc.) transportiert werden.“ Dies wird insgesamt unter dem Begriff „Best-Effort Prinzip“ zusammengefasst.
Kommentar schreiben