Es scheint wie die unendliche Geschichte im E-Commerce: Seit Monaten fordert Verdi im Versand- und Logistik-Segment von Amazon eine Bezahlung nach Tarif. Proteste und Streiks blieben bislang ergebnislos, der Online-Konzern lehnt Tarifverhandlungen rigoros ab. Nun will die Gewerkschaft härter durchgreifen und kündigt einen umfassenden Amazon-Streik in der für den Online-Handel so wichtigen Adventszeit an.

Ein solcher umfassender und koordinierter Streik soll sich – anders als bislang – auf alle Amazon-Standorte innerhalb Deutschlands erstrecken. Da sich die bisherigen Bemühungen und Streiks von Verdi nur auf wenige Standorte beschränken, zielt die Gewerkschaft nun auf eine größere Beteiligung ab: "Unsere Aktionsfähigkeit kann auf alle Standorte übergreifen. Weitere Standorte für neue Streiks neben Leipzig und Bad Hersfeld sind in Planung", so Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.
Kommentar schreiben