EBay soll überhaupt keine Steuern bezahlt haben
In anderen europäischen Ländern, dazu gehört auch Italien, ist die Situation ähnlich. Die Regierung legte in dieser Woche ein Steuervorhaben in Rom vor. Dieses sieht vor, dass Firmen wie Google, Amazon oder auch Yahoo in Zukunft nur noch über eine in Italien steuerlich angemeldete Agentur im Internet werben und Handel treiben dürfen. Das soll dem Land garantieren, dass die zu versteuernden Einnahmen nicht mit Steuertricks am Fiskus vorbei geschleust werden.
Erst Anfang des Jahres wurde in Italien das US-Unternehmen eBay durch eine italienische Steuerbehörde zur nachträglichen Zahlung von Steuern aufgerufen. Die Behörde warf eBay vor, seit Beginn seiner Geschäftsaktivitäten in Italien überhaupt keine Steuern bezahlt zu haben und stattdessen Einnahmen über eine Holding in Irland abgewickelt zu haben. eBay musste nachträglich 76,8 Millionen Euro bezahlen.
Während Deutschland sich noch aus Angst vor wirtschaftlichen Rückwirkungen vor einem Alleingang gegen die steuerflüchtigen Online-Firmen machtlos zeigt, arbeiten neben Italien vor allem Großbritannien und Frankreich daran, Amazon und Co. zu innerstaatlichen Steuerabgaben zu zwingen.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), als auch die EU-Kommission arbeiten an Strategien, um das Problem in den Griff zu bekommen. Die OECD soll beispielsweise an einem Plan arbeiten, der die Firmen zur Offenlegung ihrer nationalen Einnahmen bewegen soll.
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