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Gegen den Trend: Delivery Hero entlässt 30 Entwickler

Veröffentlicht: 08.02.2016
imgAktualisierung: 08.02.2016
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.02.2016
img 08.02.2016
ca. 2 Min.
Delivery Hero entlässt entgegen den Erwartungen 30 Entwickler. Damit will das Unternehmen sich stärker auf Kernprojekte konzentrieren.


Stellenstreichungen bei Delivery Hero: Der Lieferdienstanbieter reduziert sein Entwicklerteam um 30 Mitarbeiter. Die Berliner wollen sich stärker auf Kernprojekte konzentrieren.

Fast Food

(Bildquelle Fast Food: Syda Productions via Shutterstock)

Entwickler sind gefragt wie nie und ein StartUp auf Wachstumskurs kann von ihnen eigentlich nicht genug bekommen. Doch bei Delivery Hero hat man sich nun zu einem kuriosen Schritt entschieden: 30 der bislang 190 Stellen im Tech-Bereich werden abgebaut. Als Begründung nennt das Unternehmen die Entscheidung der Geschäftsführung, sich mehr „auf technologische Kernprojekte zu fokussieren“, wie Gründerszene zitiert. In den vergangenen Jahren war das Team von Delivery Hero von 200 auf über 1.000 Mitarbeiter gewachsen.

Im Tech-Bereich habe das „offenbar zu einem gewissen Wildwuchs“ geführt, wie das Magazin berichtet. Nun sollen durch die Reorganisation Entwicklungszyklen und Prozesse beschleunigt werden. Gleichzeitig hoffe Delivery Hero natürlich auch auf eine Kostensenkung durch den Stellenabbau. Außerdem wird mit den Stellenstreichungen auch der Posten des CTO neu besetzt: Brian Walker, bisheriger Technikchef von Delivery Hero, wird abgelöst. Ein fester Nachfolger scheint aber noch nicht festzustehen – zunächst soll Scott Fletcher, der bisherige CEO der britischen Tochter Hungryhouse, die Position interimsmäßig übernehmen.

Wachstum „weiterhin außerordentlich“

Insgesamt werde die Mitarbeiterzahl des Unternehmens aber nicht sinken, wie die Gründerszene von Delivery Hero erfahren habe. Das Mitarbeiterwachstum bleibe trotz der Streichungen im Tech-Bereich positiv, die Wachstumsraten des Unternehmens seien „weiterhin außerordentlich“, wie es von Delivery Hero heißt. Allein im Januar diesen Jahres habe die Plattform mehr als 14 Millionen Bestellungen verarbeitet. Das seien doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Zuletzt war bekannt geworden, dass Delivery Hero offenbar seinen Börsengang vorbereitet (wir berichteten). Insiderberichten zufolge sollen die Citigroup, Goldman Sachs und die Deutsche Bank den IPO vorbereiten. Der Börsengang soll angeblich bis zu einer Milliarde Euro in die Kassen von Delivery Hero spülen.

Veröffentlicht: 08.02.2016
img Letzte Aktualisierung: 08.02.2016
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

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