Weil Online-Händler wie Home24 oder Otto im Möbel- und Einrichtungs-Segment starke Wachstumsraten aufweisen, kommt eine Studie des ECC Köln zu dem Schluss, dass dies das Aus für zahlreiche lokale Möbelgeschäfte bedeuten könnte. Die Zukunft der Möbelbranche wird daher voraussichtlich in der Verknüpfung von Online- und Offline-Handel liegen.

(Bildquelle Möbelgeschäft: Photographee.eu via Shutterstock)
Der Möbelhandel ist lange Zeit nicht die Schlüsselbranche der Online-Welt gewesen. Nach Angaben des Bundesverbandes des Deutschen Möbelhandels (BVDM) entfallen auch im Moment nur sechs Prozent des Gesamtumsatzes in Sachen Möbel auf die Online-Händler. Doch gewisse Vorwärtsentwicklungen sind unübersehbar. Home24-CEO Domenico Cipolla hat unlängst festgestellt, dass er „das Potenzial für den Online Möbelverkauf“ bei Weitem nicht ausgereizt sehe. Sein zu Rocket Internet gehörendes Unternehmen vermeldete nun eine Umsatzsteigerung um über 63 Prozent innerhalb der ersten neun Monate von 2015 auf über 171 Millionen Euro.
Ähnlich positive Resultate verbuchte Otto, die insgesamt 700 Millionen Umsatz im Jahr 2015 meldeten. Aufgrund solcher Zahlen erwarten Experten weitere Umsatzzunahmen, die das Aus für bestehende lokale Geschäfte bedeuten würden. „Der Online-Anteil wird kontinuierlich wachsen, aber es ist eine Evolution, keine Revolution", schätzt Marco Atzberger vom Forschungsinstitut EHI die Situation ein.

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