Lange Zeit war schleierhaft, wie sich der Werbeblocker Adblock Plus finanziert. Nun hat das Unternehmen aber einen kleinen Einblick in sein Finanzierungsmodell gewährt – und dabei auch offen erklärt, dass Unternehmen durchaus zur Kasse gebeten werden, damit die Nutzer ihre Werbung sehen.

(Bildquelle Bezahlung: Maryna Pleshkun via Shutterstock)
Adblock Plus hat eine lang gehegte Vermutung der Branche nun offiziell bestätigt: Der Werbeblocker bittet Unternehmen zur Kasse, damit ihre Werbung auf der Whitelist landet und damit den Nutzern angezeigt wird. „Wir erhalten Spenden von unseren Nutzern, aber der Hauptteil der Einnahmen resultiert aus der Acceptable Ads Initiative“, heißt es dazu nun auf der Website von Adblock Plus. „Größere Organisationen entrichten eine Lizenzgebühr für die von ihnen angeforderten und durch uns erbrachten Whitelist-Leistungen.“
Adblock Plus betont dabei, dass „90 Prozent der Lizenzen“ kostenlos erteilt würden – nämlich an kleinere Organisationen. Eine Organisation gilt dann als groß, wenn sie durch die Acceptable Ads Initiative „mehr als 10 Millionen zusätzliche Werbeimpressionen pro Monat verzeichnet“. Dann wird es für diese Unternehmen aber teuer: 30 Prozent der Einnahmen, die durch die Freigabe akzeptabler Werbeanzeigen zusätzlich generiert werden, berechnet Adblock Plus.
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