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Neuaufstellung: Unister kündigt Stellenabbau an

Veröffentlicht: 17.07.2015
imgAktualisierung: 20.07.2015
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.07.2015
img 20.07.2015
ca. 2 Min.
Unister will 150 Stellen einkürzen. Der Stellenabbau soll vor allem die Reisesparte Unister Travel betreffen. Dadurch soll ein Millionenbetrag eingespart werden.


Das Leipziger Internet-Unternehmen Unister ist derzeit dabei, sich neu aufzustellen. Nun sollen Doppelstrukturen abgebaut und Bereiche mit geringen Wachstumsaussichten nicht weiter finanziert werden. Das hat auch Stellenstreichungen zur Folge: 150 Mitarbeiter sollen gehen.

Männchen fallen vor sinkendem Graphen

(Bildquelle Stellenabbau: Jeron via Shutterstock)

Das Leipziger Internet-Unternehmen Unister will sich im Zuge seiner Neuaufstellung von 150 Mitarbeitern trennen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber dem MDR. Unternehmensteile, die zu der Reisesparte „Unister Travel“ gehören, sollen nicht von dem Stellenabbau betroffen sein, wie Sprecher Dirk Rogl erklärte. Das Ziel des Stellenabbaus: Doppelstrukturen sollen abgebaut werden. In Bereiche, die geringe Wachstumsaussichten vorweisen, will Unister nicht weiter investieren.

Das Umbau-Programm nennt das Leipziger Unternehmen „Unister 3.0“. Nach dem Umbau will Unister 30 Millionen Euro jährlich einsparen – ein Viertel davon durch den Abbau von Personal. Die betroffenen Mitarbeiter sollen ab Montag informiert werden.

Unister vom internen Machtkampf geplagt

In einer E-Mail eines leitenden Mitarbeiters, die MDR Info vorliegen soll, heißt es: „Unister führt derzeit Maßnahmen zur Einsparung von Kosten durch. Offensichtlich ist dies der dramatischen finanziellen Lage geschuldet, welche mindestens dadurch sichtbar ist, dass keine Rechnung pünktlich gezahlt wird.“

Unister beschäftigt derzeit rund 1.500 Mitarbeiter, die meisten davon in Leipzig. Im letzten Jahr hatte sich das Unternehmen bereits von 200 Mitarbeitern getrennt. Zudem ist das Unternehmen von einem internen Machtkampf zwischen dem Firmengründer Thomas Wagner und dem Anteilseigner Daniel Kirchhof geplagt. Medienberichten zufolge soll das Unternehmen Schulden von 85 Millionen Euro angesammelt haben.

Veröffentlicht: 17.07.2015
img Letzte Aktualisierung: 20.07.2015
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Fool
20.07.2015

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Laut MDR sind vor allem Unternehmenstei le betroffen, die *nicht* zur Reisesparte gehören.

Anm. der Redaktion: Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben diesen Fehler korrigiert!
Mike
18.07.2015

Antworten

Der Anteilseigner heißt Daniel Kirchhof.

Anm. der Redaktion: Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert!