Die Bundesregierung hat in den vergangenen Monaten immer wieder Diskussionen und Veranstaltungen zum Thema Online-Handel und Digitalisierung abgehalten. Doch bei den Online-Händlern kommt kaum etwas an – der Großteil fühlt sich von der Politik vernachlässigt.

(Bildquelle Einsamer Händler: Ollyy via Shutterstock)
Es sind nur 13 Prozent der Online-Händler, die der Meinung sind, dass die Bundesregierung sich ausreichend um ihre Bedürfnisse kümmert. Das hat eine Befragung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von Ebay ergeben. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die Studie „Small Online Business Trade Summary 2015“ von Ebay selbst. Demnach gebe es kaum politische Anstrengungen, die Exporttätigkeiten von kleineren und mittelständischen Online-Händlern zu fördern. Das liege unter anderem daran, da Online-Unternehmen dieser Größe „eine relativ neue Erscheinung sind“, so Ebay.
Vor allem effektivere Maßnahmen gegen missbräuchliche Abmahnungen stehen ganz oben auf der Wunschliste der Händler an die Politik: 43 Prozent der befragten Händler wünschen sich hier mehr Unterstützung von der Politik. „Bei einer Vielzahl von Regelungen, die von gewerblichen Händlern im Online-Handel zu beachten sind, können schon geringfügige Fehler einen Anlass zur Abmahnung bieten“, so Ebay. Und weiter: „Missbräuchliche Abmahnungen stellen eine Wachstumsbremse für den deutschen Online-Handel dar.“
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