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17 Cent weniger pro Liter und 1.000 Euro Bonus: Was das Koalitionspaket für Unternehmen bedeutet

Veröffentlicht: 13.04.2026
imgAktualisierung: 13.04.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
13.04.2026
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ca. 2 Min.
Tanken
janong054 / Depositphotos.com
Die Bundesregierung hat ein Entlastungspaket beschlossen: günstigerer Kraftstoff für zwei Monate und ein optionaler Bonus für Arbeitnehmer.


Die Koalition hat sich nach einem Verhandlungsmarathon auf ein Entlastungspaket aufgrund der enorm hohen Spritpreise geeinigt. Kernstück ist eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter – gültig für zwei Monate. Laut Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sollen Verbraucher und Wirtschaft dadurch insgesamt um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet werden. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass die Mineralölkonzerne die Entlastung vollständig weitergeben werden, so der Spiegel.

Krisenbonus und Gegenfinanzierung

Zusätzlich sollen Arbeitgeber im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro auszahlen können. Zur Gegenfinanzierung plant die Koalition eine Erhöhung der Tabaksteuer noch in diesem Jahr. Darüber hinaus begrüße die Koalition die Ankündigung der EU-Kommission, eine Übergewinnsteuer für Mineralölunternehmen zu prüfen – analog zum EU-Energiekrisenbeitrag von 2022.

Hintergrund: Spritpreise auf Rekordhoch

Auslöser der Krise ist der seit dem 28. Februar andauernde Irankrieg. Teheran blockiert seitdem die Straße von Hormus, was den Öltransport weitgehend zum Erliegen gebracht hat. Laut ADAC kostete ein Liter Diesel auf dem bisherigen Höhepunkt kurz nach Ostern rund 70 Cent mehr als vor Kriegsbeginn, Super E10 rund 41 Cent mehr. Erste Maßnahmen der Bundesregierung – darunter die Zwölf-Uhr-Regel für Preiserhöhungen an Tankstellen – hatten bislang keine durchschlagende Wirkung.

Weitere Reformen angekündigt

Merz kündigte weitere Beratungsrunden an. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Steuerreform für untere und mittlere Einkommensgruppen soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Einen Gesetzentwurf zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung will das Kabinett bis Ende April verabschieden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 13.04.2026
img Letzte Aktualisierung: 13.04.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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Sandra
16.04.2026

Antworten

Wenn der Staat schon so großzügig "Geschenke" zur Entlastung verteilt, dann soll er sie gefälligst auch selbst zahlen ! Ich kann doch nicht so großspurig Geschenke verteilen und dann dem anderen auferlegen, dass zu bezahlen. Um sich dann selbst auf die Brust zu hauen, wie großzügig man war. Das ist ein absolutes Unding !! Die Selbstständigen gehen leer aus und wenn sie Pech haben und noch Angestellte haben, sollen sie das zahlen. Von welchem (zusätzlich erwirtschaftetem) NETTO-Geld? Man macht sich hier nur noch lächerlich als Regierung.
oliver
14.04.2026

Antworten

Der Staat hat durch die höheren Spritpreise mehr Steuereinnahmen. Davon gibt er was an die Bürger zurück. Gleichzeitig wird die Tabaksteuer erhöht zur Refinanzierung. Im Prinzip nimmt der Staat 2 mal und gibt einmal zurück. Dir Tabaksteuer wird aber sicher nicht wieder gesenkt. Die 1000€, Arbeitgeber haben selbst mit den hohen Spritpreisen zu kämpfen und sollen dann mal noch Geld locker machen. Habe erst vorkurzem so ein altes Interview von Hr. Merz gesehen, da hat er auf die Scholz Regierung beschimpft, wegen den 300€ Energie Bonus. Das dies nichts halbes und nichts ganzes ist, richtige Reformen kommen müssen. Und er macht genau so weiter. Es ist zum Verzweifeltn. Aber gewählt habe ich ihn nicht, hatte vermutet das es da nur schlimmer wird.
Sandra
16.04.2026
? Wo gibt denn der Staat was zurück? Der Staat verspricht einfach nur Geschenke und der Arbeitgeber soll das bezahlen. NICHT der Staat. Also doppelt verdient. Die 17 Cent (wo die Mineralölkonzerne vorher wahrscheinlich 25 Cent erstmal erhöhen) kann man sich eigentlich auch in die Haare schmieren. Und das für 2 Monate. Ich seh darin absolut 0 Sinn, vor allem, da man verspricht, dass es "höchstwahrscheinlich!" 1:1 weitergegeben wird. Ich lach mich tot. Dafür aber dauerhaft die Tabaksteuer erhöhen, damit der Staat nochmal richtig verdient. Wunderbar. Auf dass es immer mehr Sozialschmarotzer gibt, die das dann geschenkt bekommen.
cf
14.04.2026

Antworten

Meinung: Und das hilft dann jetzt wie viele Tage, bis sich die Mineralölkonzerne aufgrund der "hohen Ölpreise" die 17 cent pro Liter selber einstecken? Schätze maximal 2-3 Wochen, dann merkt man davon nix mehr und die Steuerzahler zahlen dann zusätzlich zu den hohen Spritpreisen noch die Boni der Konzernchefs für ein "tolles Wirtschaftsjahr". Die Boni sollten als erstes verboten werden....