Sehr zufrieden mit "Drive-In-Supermärkten"
Der Real-Chef musste eingestehen, dass auch für die SB-Warenhauskette der Online-Handel immer wichtiger wird. „Wir erhoffen uns viel vom Online-Geschäft und haben den Bereich neu organisiert. Schon jetzt besuchen jeden Monat im Schnitt etwa vier Millionen Menschen unsere Internetseite“, sagte Didier Fleury. Real bietet in seinem Online-Shop nicht nur Lebensmittel an, sondern hat auch rund 10.000 Nonfood-Produkte im Sortiment. Zum Vergleich: Insgesamt sind rund 80.000 Artikel gelistet.
Eine Neuerung in Reals Online-Strategie: Die Warenhauskette kümmert sich schon jetzt selbst um die Logistik. Im Rahmen der vier sogenannten Master-Stores, die Real in Berlin, Böblingen, Bochum und Göttingen betreibt, werden Kunden bundesweit mit den Produkten beliefert. Ein Ausbau dieser Lieferzentren scheint aber eher unwahrscheinlich, denn Fleury sagte: „Lebensmittel lassen sich in Deutschland nur wenige Menschen bis vor die Haustüre liefern.“
Wahrscheinlicher ist ein Ausbau der bisher testweise betriebenen „Drive-In-Supermärkte“, die Real bislang in Köln und Hannover testet. Hier können Real-Kunden ihre Produkte im Online-Shop bestellen und anschließend im Drive-in-Supermarkt nur noch abholen. „Wir werden im nächsten Jahr entscheiden, ob wir das Konzept auf weitere Städte in Deutschland ausbauen“, sagte Real-Chef Fleury im Interview mit der WAZ. Die bisherigen Erfahrungen mit den beiden Drive-In-Supermärkten stimmten ihn aber „sehr zuversichtlich“, das Angebot auch auf andere Metropolregionen Deutschlands auszuweiten. Die Zukunft von Real scheint also in einer Multi-Channel-Strategie zu liegen, denn Fleury stellte zum Schluss fest: „ Unser Anspruch ist, unsere Kunden damit zu überzeugen, dass wir im Markt wie online das beste Angebot bieten.“
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