Produktfotos: Die Richtlinien im Mode-Bereich und ihre absurden Konsequenzen
Für die Kategorie Mode hat Amazon spezielle, noch spezifischere Richtlinien aufgestellt als in anderen Bereichen. Zum Beispiel dürfen keine Plasik-Modelle verwendet werden. Händler sind daher gezwungen, nach passenden (menschlichen!) Modellen zu suchen, die die Fashion-Teile während des Fotografierens tragen. – Zumindest scheint diese Anforderung für das Hauptbild auf der Produktdetailseite zu gelten. Denn wie unsere Screenshot-Collage zeigt, hat des in der Praxis kuriose Folgen:

Screenshots: Fotos auf Produktdetailseite bei Amazon (Kleiderpuppe und retuschiertes Modell)
Hier zeigt sich, dass ein Herren-Shirt auf einer Kleiderpuppe fotografiert wurde. Um den Richtlinien zu entsprechen, wurde der Puppe auf dem Hauptbild jedoch ein männlicher Kopf und Hände angefügt. Einige Händler dürften sich fragen: „Muss es denn immer so kompliziert sein?“ – Sinnvolle Beschäftigung sieht definitiv anders aus!
Auch Posen im sitzenden oder liegenden Zustand sind bei den Amazon-Produktfotos grundsätzlich verboten. Dabei müssten doch die Posen die Veranschaulichung des jeweils speziellen Kleidungsstücks untermalen. Jedes Kleidungsstück ist anders und manchmal erfordert ein originelles Kleid oder eine ausgefallene Jacke einfach ein bisschen Kreativität in der Fotografie. Darauf müssen Amazon-Händler allerdings verzichten.
Händler in Nöten: Technische Probleme füllen die Foren
Ein letztes Problem, das hier im Zuge der bestehenden Bilderrichtlinien angesprochen werden soll, ist von technischer Natur. Immer wieder schreiben Händler im Sellercentral-Forum, dass sie Schwierigkeiten haben, ihre Produktfotos hochzuladen; oder dass ihre Bilder auf einmal weg sind; oder dass sie vertauscht wurden… An der Technik scheint ein reibungsloser Verkauf immer wieder zu scheitern. Natürlich läuft auch bei einem großen Konzern wie Amazon nicht immer alles glatt. Dennoch scheinen solche Missstände keine Einzelfälle zu sein und die Händler immer wieder ratlos zurückzulassen. Und das Schlimmste: Viele Händler fühlen sich vom Verkäuferservice nicht richtig unterstützt, weil auch die Problemlösung häufig viel Zeit in Anspruch nimmt.
Es zeigt sich: Die Probleme im Bereich der Produktfotos sind extrem vielschichtig (zumal an dieser Stelle auch nicht auf alle Probleme eingegangen werden konnte). Händler, die auf Amazon erfolgreich sein wollen, müssen die Richtlinien beachten. Da führt kein Weg dran vorbei. Denn die Erfahrungen der Händler-Kommune zeigt: Wer sich nicht an die Regeln hält, dem droht kurzfristig und unmittelbar eine Sperrung.
Bisher sind in der Themenreihe „Probleme bei Amazon“ erschienen:
Kontensperrung durch Verifikationsprozess
Das Anhängen an bestehende Artikel
Asics beschränkt offenbar Handel auf dem Marketplace
Haben auch Sie Probleme beim Handeln auf Amazon? Dann können Sie uns diese gern über den Insider Tipp mitteilen. Wir behandeln Ihre Informationen anonym!
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ich nutze schon länger ein ähnliches Tool für die Bilder in meinem Blog. Allerdings hat es gegenüber remove.bg einen entscheidenden Vorteil: Man kann auswählen, was freigestellt werden soll. So wäre zum Beispiel bei Ihrem Testbild das Handy nicht entfernt worden. Zu finden ist das Tool unter bilder-freistellen-online.de/ Vorsicht, oben rechts gibt es unter "mehr" den link "online freistellen". Dort kann man kostenlos freistellen! Es ist ein bisschen komplizierter und bedarf ein bisschen an Einarbeitung, dafür sind die Funktionen aber reichhaltiger.
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wir sind eine Studio das sich auf Produktfotos spezialisiert hat, gerne können wir euch weiterhelfen.
www.productpicture.de/
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LG Gerd Zeller
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sehr interessanter Artikel. Da ich als Händler bei Amazon verkaufe, hatte ich auch das Problem der Produktfotograf ie. Meine ersten Bilder habe ich mir damals selbst gemacht und dafür recht lange gebraucht. Gerade bei reflektierenden Artikel bekommt man einen rot/blau Stich, der bei der Zoomfunktion bei Amazon echt mies aussieht. Nun lagere ich diese Tätigkeit lieber aus. Eigentlich schreibt Amazon ja den weißen Hintergrund vor. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum einige Artikel oft mit Zusatzartikel oder Anwednungsbeisp ielbilder zugelassen werden.
LG
Ralf
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Das allerbeste ist der Preis, wir zahlen ungefähr die Hälfte, die andere Agenturen verlangt haben.
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