Einem Bericht der Welt zufolge, sollen die Bundesländer die Sonntagsarbeit in Call-Centern verbieten wollen. In Hessen ist das heute schon der Fall. Doch für den Online-Handel sind gerade Sonn- und Feiertage umsatzstarke Tage und das Verbot hätte für sie nicht nur finanzielle Folgen. Auch weil Unternehmen wie Amazon ihre Call-Center einfach in andere Länder auslagern. Erste Online-Händler wie Otto und Conrad suchen bereits nach Lösungen gegen ein mögliches Verbot.

(Bildquelle Call-Center: easyshutter via Shutterstock)
In der Debatte um die Möglichkeit der Sonn- und Feiertagsbeschäftigung gibt es verschiedene Positionen. Eigentlich verbietet das Grundgesetz das Arbeiten an Sonntagen, wenn es auch gleichzeitig Möglichkeiten offen lässt. Doch gerade durch den E-Commerce ist ein Umdenken notwendig geworden, denn für den Online-Handel gibt es keine Öffnungszeiten, wie im stationären Handel. Jetzt möchten die Bundesländer einem Bericht zufolge die Sonntagsarbeit in Call-Centern verbieten. Das hätte nicht nur für die Online-Händler, sondern auch für die Verbraucher Konsequenzen. Denn Sonntage sind oft umsatzstarke Tage für den Online-Handel und Verbraucher nutzen gerne die Hotlines um ihre Fragen und Wünsche zu äußern. Mit einem Verbot wäre das nicht mehr möglich. Es sei denn die Online-Händler würden ihre Call-Center außerhalb von Deutschland aufbauen, wie es zum Beispiel aktuell der Online-Händler Conrad überlegt. "Wir prüfen gerade intern, wie wir mit einem möglichen Verbot der Sonntagsarbeit in Callcentern umgehen", hieß es von Conrad. Auch Mytoys und Otto machen sich bereits konkrete Gedanken.
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Art. 139:
Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.
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Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder würde sagen: Basta!
Dem ist nichts zuzufügen.
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Gerade in Call Centern arbeiten mehrheitlich Menschen, die schlecht bezahlt werden, wenige Arbeitnehmerrec hte haben und deren Geschäftsführun g nur sehr wenig Rücksicht auf deren Freizeitwünsche nimmt.
Von daher halte ich, aus gesellschaftlic her Sicht, eine Reduzierung der Sonntagsarbeit für dringend geboten.
Aus unternehmerisch er Sicht kann ich mich nur N.W. anschließen. Kleine Onlinehändler können eine 7 Tage Hotline nicht anbieten. Es macht auch keinen Sinn. Daher wäre es für kleine Händler erheblich sinnvoller für die Abschaffung von Sonntagshotline s zu werben. Wenn solche Hotlines (auch im Ausland), für Unternehmen verboten wären, würde das kleinere Händler schützen.
Das Argument, des fehlenden Umsatzes kann ich nur sehr bedingt nachvollziehen. Wenn ich Sonntags einen Drucker oder ein Fahrrad kaufen möchte und niemanden erreiche, will ich das auch am Montag oder Dienstag noch kaufen. Vielleicht fallen ein paar (wenige) Impulskäufe weg, aber was solls.
Das Argument des "fehlenden Umsatzes" gilt aber ohnehin für alle Branchen mehr, als für den Onlinehandel. Der Onlineshop ist eh offen, nur die persönliche Betreuung fällt weg. Jeder lokale Laden, jeder lokale Versicherungsma kler, und viele andere können gleich gar keinen Umsatz am Sonntag machen.
Von daher Unterstütze ich den Standpunkt des Händlerbundes in Bezug auf die Sonntagsarbeit nicht.
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Ich finde es daher nicht gut, dass der Händlerbund hier besonders die großen Unternehmen unterstützt.
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