Möglichkeiten der Upcycling-Vermarktung: Shops und Portale
Doch nicht nur die Verarbeitung von Planen findet sich auf dem Upcycling-Markt: Da werden zum Beispiel aus Feuerwehrschläuchen Brieftaschen und Schreibmappen, aus Lieferkisten werden Hängeregale oder „Blumenschränke“ und aus kaputten Fundstücken werden ästhetische Kunststücke.
Dabei verkaufen die Designer und Künstler, die Kreativen und Handwerker ihre Waren nicht nur über stationäre Läden oder den eigenen Online-Shop. Obwohl der Upcycling-Sektor als eher unerschlossene Marktnische gilt, gibt es durchaus auch digitale Plattformen und Online-Märkte, auf denen sich entsprechende Produkte verkaufen lassen.
Hierzulande auf dem Vormarsch ist das handmade-Portal dawanda, das sowohl Privatpersonen als auch kleinen und große Händlern die Möglichkeit bietet, ihre handgefertigten Unikate und Kreativ-Produkte aller Art zu verkaufen. Als „Online-Marktplatz für Selbstgemachtes“ ist die Plattform zwar nicht explizit für Upcycling-Waren ausgeschrieben, jedoch liegt es in der Natur der Sache, dass diese handgefertigt sind und daher in die gleiche Kategorie fallen. Von dawandas steigenden Bekanntheit und Beliebtheit können Online-Händler, die sich in der Marktnische etablieren wollen, durchaus profitieren.
Das deutsche Unternehmen dawanda hat auch ein US-amerikanischen Pendant: Etsy. Auch hier liegt der Fokus auf Handgemachtem und Vintage, wodurch sich das Portal ebenso zum Verkauf von Unikaten aus dem Upcycling-Bereich eignet. Obwohl Etsy in der Zwischenzeit auch eine deutsche Website pflegt, bietet sich das Unternehmen allein durch seine Größe und Internationalität besonders zum länderübergreifenden bzw. globalen Handel an.
Weniger weitreichend, dafür aber mit Blick speziell auf den Öko- und Upcycling-Faktor ist die Öko- und Upcycling-Plattform upcycling-markt.de. Ökologische, ethische und soziale Gesichtspunkte sollen hier Berücksichtigung finden, um vorhandene Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen, die Nachhaltigkeit zu stärken und Mensch und Natur nicht auszubeuten.
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Zumindest war dies unser vorrangiges Anliegen, als wir unseren Online-Shop ins Leben riefen. Aus diesem Grund haben wir das Upcycling zusätzlich noch mit dem Fairtrade-Gedan ken verknüpft.
Sicher, viele unserer KundInnen sind tatsächlich in erster Linie an individuellen und einzigartigen Produkten interessiert. Aber mindestens ebenso viele möchten tatsächlich bewusst und mit möglichst wenig Schaden für Mensch und Umwelt konsumieren.Sie haben recht, in Upcycling-Produ kten steckt viel (Hand-)Arbeit und Kreativität. Dennoch sind die Produkte m. E. nicht überteuert, sondern für die meisten Menschen – auch mit kleinerem Geldbeutel - erschwinglich
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