Die geplante Umstellung des Weltbild-Verlags zu einem Online-Händler gefährdet zahlreiche Stellen. Die Geschäftsführung versuchte auf einer Betriebsversammlung die Mitarbeiter zu beruhigen – mit mäßigem Erfolg. Zudem bringt der Umbau den Konzern in finanzielle Nöte.

Weltbild will auf den Online-Markt setzen. Die Geschäftsführung kündigte Mitte der Woche an, „dramatische und radikale Schritte“ unternehmen zu wollen, um den Verlag zu einem Online-Versender umzugestalten. Mehrere Hundert Stellen sollen im Zuge des Umbaus gestrichen werden, vor allem die Bereiche telefonische Kundenbetreuung, Lager und Versand, sowie der Geschäftsbereich Kataloge sind betroffen. Nach Angaben des Betriebsrates sei zunächst geplant, dass die Hälfte der Mitarbeiter in der Buchproduktion (in der die Weltbild-Sonderausgaben entstehen) und im Laserdruckzentrum (wo z.B. Werbemittel personalisiert und Rechnungen ausgedruckt werden) eingespart werden sollen. Die Mitarbeiter reagierten entsprechend entsetzt.
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