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Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
- Milliardenverluste durch Ladendiebstahl
- Liebe zum Bargeld schwächelt
- Wefox erhält neues Kapital
Der Einzelhandel leidet zunehmend unter Ladendiebstählen, die im letzten Jahr stark zugenommen haben. Eine aktuelle Studie des Handelsinstituts EHI beziffert den Verlust durch Diebstähle von Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und Servicepersonal auf 4,1 Milliarden Euro – ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt bleiben im Jahr rund 24 Millionen Ladendiebstähle im Wert von je 117 Euro unentdeckt, was rund 100.000 Ladendiebstählen pro Verkaufstag entspricht.
Der Anstieg der Ladendiebstähle konnte zwar bereits seit 2022 festgestellt werden – was als Normalisierung nach der Corona-Pandemie gewertet wurde – nun spricht der Studienautor Frank Horst laut dem Spiegel aber von einem Wendepunkt, der besondere Aufmerksamkeit erfordere. Von Ladendiebstählen besonders betroffen sind der Lebensmitteleinzelhandel, Drogeriemärkte und der Bekleidungshandel. Zu den häufigsten Diebesgütern zählen Alkohol, Accessoires, Speichermedien, Akku-Maschinen, Backwaren, Babybekleidung und Smartphones.
Wie aus der Studie hervorgeht, verursachen die Kunden mit 2,82 Milliarden Euro den größten Teil des Verlusts, gefolgt von Mitarbeitern mit 910 Millionen Euro und Personal von Lieferanten und Servicefirmen mit 370 Millionen Euro. Die entgangene Umsatzsteuer für den Staat beläuft sich auf etwa 560 Millionen Euro.
Um gegen die hohen Verluste durch Diebstahl vorzugehen, haben Händler im vergangenen Jahr bereits rund 1,55 Milliarden Euro investiert. Darunter fallen Maßnahmen wie Kameraüberwachung, Testkäufe und Mitarbeiterschulungen.
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