Dell-Mitarbeiter:innen: Homeoffice ist wichtiger als Karriere
Insbesondere bei größeren Unternehmen mit über 250 Beschäftigten wird noch öfter die Möglichkeit zur Arbeit zu Hause genutzt, der Anteil der Homeoffice-Nutzer:innen beträgt 33,8 Prozent. In kleineren Firmen sind es 13,1 Prozent der Angestellten, bei mittleren Betrieben 22,9 Prozent.
Dennoch gibt es seitens der größeren Firmen auch den Trend, die Mitarbeitenden zurück ins Büro zu beordern. Das tat beispielsweise auch der Tech-Konzern Dell: Im Februar dieses Jahres führte das Unternehmen die Pflicht ein, dass Angestellte mindestens für drei Tage im Büro sein müssen – ansonsten sollen sie benachteiligt werden, berichtet Golem. Doch den Angestellten ist die Flexibilität hinsichtlich des eigenen Arbeitsortes offenbar wichtiger. Knapp die Hälfte der Belegschaft entschied sich gegen die Rückkehr ins Büro. In einigen Fällen sei dies auch gar nicht zielführend, denn in manchen Teams seien die Mitarbeiter:innen in der ganzen Welt verstreut. „Für uns gibt es keinen wirklichen Vorteil durch den Gang ins lokale Büro“, erklärte ein Angestellter. Dell wiederum wollte mit der Büropflicht die zwischenmenschlichen Verbindungen stärken.
Im Homeoffice gebe es beispielsweise mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys außerhalb des Arbeitsplatzes, berichteten Dell-Mitarbeiter:innen weiter. Auch finanziell lohne es sich für manche nicht, da die Kosten für die Pendelei hoch seien. Eine Forsa-Umfrage aus dem Herbst letzten Jahres zeigt ebenfalls, wie sehr viele Deutsche derlei Vorteile schätzen. Für sechs von zehn Arbeitnehmer:innen ist dies der wichtigste Benefit.
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