Guten Morgen!
Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
- Galeria soll nach Insolvenz neuen Kurs einschlagen
- Höchstes Reallohnwachstum seit 2008
- Elon Musk zieht es in die Politik
Im Rahmen der Insolvenz von Galeria Karstadt Kaufhof wurde diese Woche bei einer Gläubigerversammlung auf der Messe Essen dem Sanierungsplan von Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus zugestimmt. Noch im Juni soll damit das Insolvenzverfahren beendet werden und die eigentliche Sanierung beginnen. Diese beinhaltet die finale Übernahme durch die US-Investmentgesellschaft NRDC sowie der Beteiligungsgesellschaft BB Kapital SA (wir berichteten).
Wie N-TV schreibt, sollen weitere 16 Standorte geschlossen werden. Dies bedeutet die Entlassung von 1.400 Angestellten. Aber auch die Gläubiger:innen müssen sich in Verzicht üben: Von den Forderungen in Höhe von 886,1 Millionen Euro sollen lediglich 2,5 bis drei Prozent (bis zu 22,5 Millionen Euro) zurückgezahlt werden können. Deutlich höher fällt die Rückzahlung an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) aus. Für ein 2023 gezahltes zusätzliches Nachrangdarlehen von 88 Millionen Euro wurden spezielle Sicherheiten vereinbart, welche dem WSF jetzt eine Vorrangrolle innerhalb der Insolvenzmasse bescheren.
Auch die bereits debattierte Namensänderung wird offiziell. Die verbleibenden 76 Warenhäuser sollen künftig lediglich unter dem Namen Galeria laufen und sich auf ein Warensortiment aus Kosmetik, Schuhen sowie Mode fokussieren. Ziel von Denkhaus war es, Galeria vom tradierten Warenhaus zu mittelständischeren Strukturen zu verschlanken. Hierfür schrumpft ferner auch die Verwaltung. Diese soll vom Konzernsitz Essen in eine Filiale in Düsseldorf umgesiedelt werden.
Kommentar schreiben