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Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
- Otto schreibt rote Zahlen
- Konsumstimmung wird besser
- Teuerungsrate nimmt leicht zu
Bei Otto herrscht Krisenstimmung: Das Hamburger Unternehmen musste im Geschäftsjahr 2023/24 erneut Verluste hinnehmen, unterm Strich stand ein Minus von 426 Millionen Euro nach 413 Millionen Euro im Vorjahr. Auch der Gesamtumsatz ging um sechs Prozent auf 15 Milliarden Euro zurück, das Deutschlandgeschäft sank um 5,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Dementsprechend unzufrieden zeigte sich Vorstandsvorsitzender Alexander Birken jetzt bei der Bilanzpräsentation, wobei er jedoch betonte, dass das Unternehmen für künftige Herausforderungen konsolidiert sei. Er kündigte an, kurzfristig wieder profitabel werden zu wollen. Im Geschäftsjahr 2021/22 hatte Otto noch einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro erzielt.
Die Otto Group führt die schwachen Ergebnisse auf das schwierige makroökonomische und geopolitische Umfeld sowie hohe Zinsen und Inflation zurück. Trotz des Umsatzrückgangs konnte das operative Ergebnis verbessert werden, was Finanzchefin Petra Scharner-Wolff hervorhob. Das Ebitda stieg um 155 Millionen auf 744 Millionen Euro. Maßnahmen wie ein Einstellungsstopp und eine Reduzierung des Marketingbudgets in den letzten 18 Monaten trugen zur Ergebnisverbesserung bei.
Um in Zukunft wieder profitabel zu arbeiten, schaut sich Otto auch bei der Konkurrenz um, allen voran den chinesischen Billigmarktplätzen rund um Temu. „Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz für die persönliche Ansprache der Kunden kann man sich viel abschauen“, erklärt Birken in der Wirtschaftswoche. Um den gestiegenen Kundenanforderungen gerecht zu werden, hat sich Otto im vergangenen Jahr außerdem auch externen Partnern geöffnet und bietet seither auf seinem Marktplatz Produkte von Dritthändlern an – eine ähnliche Strategie, wie sie eben auch Temu, Shein und Wish fahren.
Für das laufende Geschäftsjahr blickt CEO Alexander Birken optimistisch in die Zukunft und rechnet mit einem Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) maximal auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.
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