Niemand mag sie, aber sie gehören zum Online-Handel dazu: Retouren. Im Schnitt werden elf Prozent der Käufe von deutschen Online-Shoppern wieder zurückgeschickt. Nur ein knappes Viertel (24 Prozent) retourniert nie online gekaufte Produkte. Dabei schicken Männer mit neun Prozent weniger zurück als Frauen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Blickt man auf die demografische Verteilung, dann zeigt sich, dass Retouren eher zunehmen als abnehmen werden. Denn je älter die Menschen, desto seltener schicken sie offenbar etwas zurück: Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der retournierten Waren bei 15 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 13 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 10 Prozent und nur 7 Prozent in der Altersgruppe ab 65 Jahren. Retouren sind bei jüngeren Käufer:innen also eher die Norm als bei Älteren.
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umher karren von Waren nur weil der Besteller zu doof ist das Richtige raus zu suchen.
Wenn er in einen Laden gehen würde sucht er doch auch das Richtige raus.
Also muss Bequemlichkeit und Faulheit, Geld kosten und ein nützlicher Nebeneffekt das Nachdenken wird aktiviert.
viele Grüße
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Bei uns sind die Retouren kostenpflichtig . Deshalb behaupten manche Kunden dann, daß der Artikel nicht paßt, um so an ein kostenloses Retourenetikett zu kommen. Was in vielen Fällen nicht stimmen kann. Wir vertreiben Motorradersatzt eile.
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Äh - ja. Oder so.
Davon abgesehen, werden zumindest in diesem Bericht über die Studie wieder Dinge miteinander vermengt, die nur bedingt miteinander zu tun haben:
Wenn eine Lieferung falsch ist oder mangelhaft und deshalb zurückgeschickt wird, ist das ein Fall der Gewährleistung. Wenn hier die Zahl über den einstelligen Prozentsatz hinausgeht, sollte der Händler dringend seine Produkte oder Prozesse überprüfen. Denn entweder verkauft er Schrott, oder seine Kommissionierer sind offensichtlich blind im Versand, wenn sie ständig falsche Artikel versenden.
Völlig anders verhält es sich bei Retouren wegen Widerruf. Selbst wenn der Händler hier seinen Job gut macht, ordentliche Ware anbietet und diese auch mit allen notwendigen Informationen online darstellt, so hat er doch nur wenig Einfluss auf die Bestellentschei dung des Käufers. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass du die besten Fotos haben kannst, die genauesten Maßangaben und individuelle, deutliche Hinweise wie "Fällt klein aus" oder wie es z.B. Amazon macht, "anhand Deiner bisherigen Einkäufe empfehlen wir Gr. L" oder so ähnlich.
Die Kaufentscheidun g wird hier - gerade bei Kleidung - sehr subjektiv getroffen:
- "Mir passt sonst auch immer M"
- Mann kauft Kleid für Frau, weil er möchte, dass sie so aussieht wie das Model auf dem Bild
- Frau WILL einfach nicht Klamotten in L oder XL kaufen, weil das nicht ihrem Selbstbild entspricht
- Kunde schaut nur Bilder an und liest generell keine Hinweise oder Artikelbeschreibungen
- Kunde bestellt 10 Artikel zur Ansicht oder Auswahl
- Kunde braucht eigentlich Gr. XL, aber es gibt nur noch M - könnte ja doch passen...
- Kunde kauft letzten Artikel, weil er reduziert ist - egal welche Größe - könnte ja doch passen...
...
Diese Dinge kannst du praktisch nicht beeinflussen. Je nach Klientel kann das aber massive Auswirkungen auf die Retourenquote haben.
Der Gewährleistungs fall kann zu einem großen Teil durch gute Arbeit vermieden oder zumindest auf ein Minimum beschränkt werden. Beim Widerruf ist man jedoch je nach Produktgruppe vielfach dem Kunden ausgeliefert und hat nur geringfügigen Einfluss.
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Versandkosten bezahlen oder bewusst zu viel bestellte Artikel kostenfrei zurücksenden? Die Antwort auf diese Frage kann sich jeder nur selbst geben...
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