Politik sorgt sich um Angestellte in Brandenburg
Auch der vergleichsweise neue deutsche Standort im brandenburgischen Grünheide soll von den Kürzungen nicht verschont bleiben: In Berichten war zunächst die Rede von 3.000 Stellen, die vor Ort gestrichen werden sollen. Tesla habe diese Zahl inzwischen zurückgewiesen – sie „entbehrt dabei jeder Grundlage“, zitiert die Tagesschau das Unternehmen. Man wolle die Maßnahme prüfen und „sie für die Gigafactory Berlin-Brandenburg vor dem Hintergrund aller arbeitsrechtlichen und mitbestimmungspflichtigen Erfordernisse unter Einbeziehung des Betriebsrates verfolgen“.
Obwohl der genaue Umfang potenzieller hiesiger Stellenstreichungen aktuell noch nicht klar ist, hat sich die Politik bereits zu Wort gemeldet. So habe die Brandenburger FDP die Landesregierung aufgefordert, unverzüglich zu handeln: „Ministerpräsident Woidke muss den nächsten Flieger nach Los Angeles nehmen, um mit Elon Musk über die Rettung von Arbeitsplätzen in Brandenburg zu sprechen. Alle anderen Termine und Verpflichtungen müssen jetzt hintenan stehen“, wird Zyon Braun, Spitzenkandidat der FDP Brandenburg, in einer dpa-Meldung zitiert.
Aus der Linksfraktion war zudem Kritik zu hören, nach der sich Brandenburg in eine „gefährliche Abhängigkeit“ von Musk begeben habe, heißt es weiter. Nun räche es sich, „dass die Landesregierung ohne jede Strategie versucht, Brandenburg zukunftssicher zu machen und allein auf den Leuchtturm in Grünheide setzte“.
Auch der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat sich bereits zu Wort gemeldet und sich zu den Berichten geäußert, die von 3.000 betroffenen Stellen sprachen. Er gehe von einer deutlich geringeren Zahl aus: „Wenn es zu einem Stellenabbau bei Tesla in Grünheide kommen sollte, dürfte sich die Zahl der Stellen nach unseren Informationen nicht um 3.000 bewegen, sondern signifikant niedriger ausfallen.“
Kommentar schreiben