New Work: Zwischen Zeitgeist und „Firlefanz“

Veröffentlicht: 21.02.2024
imgAktualisierung: 21.02.2024
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 3 Min.
21.02.2024
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Workation
© Kitzcorner / Depositphotos.com
New Work ist in aller Munde, aber nicht alle Unternehmen halten das Konzept für wichtig. Junge Bewerber:innen sehen das anders.


Mit New Work wird ein modernes und flexibleres Arbeitsleben zusammengefasst. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihren Arbeitsalltag an neue Anforderungen von Bewerber:innen anzupassen, um im Wettbewerb mit der Konkurrenz bestehen zu können. 86 Prozent der deutschen Unternehmen sind der Auffassung, ihre Arbeitskultur modernisieren zu müssen, um vor allem für junge Bewerber:innen attraktiv zu bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 604 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten.

Vor allem in der jüngeren Vergangenheit habe sich die Arbeitswelt grundlegend verändert, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Wir sehen einen wachsenden Wunsch nach mehr Flexibilität, Selbstbestimmung und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Darauf müssen die Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels reagieren und entsprechende Angebote machen.“ Es gehe dabei nicht nur darum, mobiles Arbeiten oder Homeoffice anzubieten, sondern um die gesamte Unternehmenskultur.

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New Work ist für jedes sechste Unternehmen „Firlefanz“

75 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass Unternehmen, die New Work vernachlässigen, in Zukunft Probleme bekommen werden. 60 Prozent glauben, dass Unternehmenskultur verglichen mit dem Gehalt immer wichtiger wird. Gut zwei Drittel (67 Prozent) sehen das Konzept gar entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. „New Work ist auch eine Antwort auf den Wertewandel gerade bei jüngeren Beschäftigten. Wer sich dem verschließt, wird es schwer haben“, so Rohleder.

Das dürfte künftig nicht wenige Unternehmen treffen. Es gibt zwar nur ein Prozent der Befragten an, den Anschluss bei dem Thema verpasst zu haben, knapp jedes dritte Unternehmen (30 Prozent) sieht sich aber als Nachzügler und 15 Prozent fehle es am entsprechenden Know-how. Insgesamt 30 Prozent der befragten Unternehmen sind sogar der Auffassung, dass New Work ohnehin keine Zukunft hat. 13 Prozent sehen es als Hype, der wieder vorübergeht und 17 Prozent sagen, für „so einen Firlefanz wie New Work“ kein Geld zu haben.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 21.02.2024
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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