Hohe Produktionskosten und schwieriges Marktumfeld
Hohe Kosten für die Produktion der Waren, etwa durch die steigenden Rohstoff- sowie Energie- und Transportkosten, belasten die Branche. Ein durchschnittliches Möbelstück kostet heute bereits rund 20 Prozent mehr als noch 2020, ermittelten die IFH-Handelsexpert:innen. „Mit dem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2023 bei gleichzeitigen Preissteigerungen steht der Möbelhandel aktuell unter Druck“, erklärt Dr. Philipp Hoog von der BBE Handelsberatung. Die Verluste in der Produktion müssen nun unter anderem durch eine bessere Verkaufsperformance oder die Reduktion von Verkaufsflächen kompensiert werden.
Auf der anderen Seite überlegen sich die Konsument:innen wegen der hohen Lebenshaltungskosten und Energiepreise die Anschaffung neuer Möbel aktuell eher zweimal – oder sie greifen zu günstigeren Alternativen: „Die privaten Haushalte sind verunsichert und befinden sich im Sparmodus. Die Ausgaben für Möbel werden aufgeschoben oder man greift auf Secondhandware zurück“, erläutert Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH Köln. „Diese Tendenz wird uns auch 2024 weiter begleiten. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Baubranche krisengebeutelt ist“, so seine Prognose. Etwas Hoffnung gebe es zwar: „Die Inflation beruhigt sich; es zeigt sich Licht am Horizont“, meint Lamsfuß. Für die nächsten beiden Jahre rechnen die Fachleute dennoch mit einem Umsatzminus von nominal 2,6 Prozent, erst 2026 soll es wieder aufwärtsgehen.
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