SAP-Chef wünscht mehr Leistungsdenken
Grundsätzlich betrachtet ist Leistungsdenken erst einmal nichts Negatives. Und wer gutes leistet, kann und sollte hierfür auch belohnt werden dürfen. So sieht der derzeit zwischen Betriebsrat und Konzernspitze debattierte Plan vor, die sogenannten „Performer“ für ihre gute Leistung auch mit zusätzlichen Boni zu belohnen.
In die zweite Gruppe, die „Achiever“ werden, wie die Süddeutsche mutmaßt, höchstwahrscheinlich die meisten Mitarbeitenden fallen. Es handelt sich um jene, die das Soll erfüllen, aber nicht unbedingt über das Ziel hinaus denken. In die unterste Kategorie, die „Improver“ fallen jene mit Verbesserungsbedarf. Hier sollen Weiterbildungsmaßnahmen für eine Verbesserung sorgen.
Es fällt schnell auf: wirklich lohnen tut sich das Ganze nur für die an der Spitze. So kommentiert auch Andreas Hahn, Vorsitzender des europäischen SAP SE Betriebsrates, dass das System vor allem „das wenige Geld auf noch weniger Personen (...) verteilen“ würde. Für alle anderen könnte die Einordnung vor allem zusätzlichen Druck bedeuten. Druck, welcher in vielen Fällen eher zu einem Leistungsnachlass als einer Steigerung führen kann. Druck, der teils auch zu Kündigungen seitens der Arbeitnehmenden führen könnte.
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