Guten Morgen!
Das sind die wichtigsten Branchenthemen zur Wochenmitte:
- Airbnb soll in Italien Steuern hinterzogen haben
- Das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe wurde gehackt
- Primark schließt drei deutsche Standorte
Hat Ferienwohnungsvermittler Airbnb Mieteinnahmen nicht richtig versteuert? Dies vermuten italienische Behörden: Der Staatsanwaltschaft Mailand soll das Unternehmen fünf Jahre lang keine Steuern bezahlt haben, die für die Kurzzeitvermietung anfallen würde. Die zuständige Ermittlungsrichterin beschlagnahmte daraufhin am Anfang der Woche 780 Millionen Euro von Airbnb. Vorausgegangenen waren dem Prozedere gerichtliche Ermittlungen seit dem Frühjahr 2022 nach einer ersten Steuerprüfung von Airbnb.
Einkünfte aus Kurzzeitvermietungen werden in Italien mit 21 Prozent besteuert. Diese Einheitssteuer auf Mieteinnahmen gilt seit 2017, bald soll sie auf 26 Prozent steigen. Airbnb soll die Steuern bis 2021 nicht gezahlt haben und hatte zudem damals auch gegen die Einführung der Steuer geklagt. Der Europäische Gerichtshof entschied jedoch im Dezember des vergangenen Jahres gegen das Unternehmen und verpflichtete es zur Zahlung der Steuer.
Airbnb sei von der aktuellen Anordnung „irritiert“, berichtet das Manager Magazin. „Wir sind zuversichtlich, dass wir gesetzeskonform gehandelt haben und beabsichtigen, unsere Rechte wahrzunehmen“, heißt es dort in einem Statement der Plattform.
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