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Postbank plant bis zu 250 Filialschließungen

Veröffentlicht: 01.11.2023
imgAktualisierung: 01.11.2023
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 4 Min.
01.11.2023
img 01.11.2023
ca. 4 Min.
Postbank Filiale
© Brookgardener / shutterstock.com
Die Postbank trennt sich von Filialen, Einzelhandelsumsätze bleiben verhalten und der Smartphone-Markt erholt sich minimal.


Guten Morgen!
Zum Start in den Tag gibt es die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
 Postbank verkleinert Filialnetz
Einzelhandelsumsätze weiterhin verhalten
Smartphone-Markt zeigt leichte Erholung

 

Nachdem es beim Online-Banking der Postbank zuletzt große Probleme wegen der Migration auf eine neue IT-Plattform gegeben hatte, droht Kund:innen jetzt der nächste Einschnitt. Claudio de Sanctis, Privatkunden-Chef beim Mutterkonzern Deutsche Bank, verkündete am Montag, dass bis 2026 knapp 250 der stationären Filialen geschlossen werden sollen. Wie das Manager Magazin berichtet, gibt es derzeit noch 550 solcher Standorte.

Laut de Sanctis soll ein deutlicher Rückgang in der Nachfrage zum Entschluss geführt haben. So sei die persönliche Beratung zwar weiterhin ein wichtiger Vertriebskanal, habe insgesamt aber an Bedeutung verloren. Die 300 verbleibenden Filialen werden zukünftig als sogenannte Tech-Center fungieren. In etwa 200 davon werden zudem weiterhin Post- und Paketdienstleistungen erbracht.

Welche Filialen von den Schließungsplänen betroffen sein werden, steht noch nicht fest. In Kürze seien diesbezüglich jedoch Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen geplant. Ganz ohne Entlassungen wird der Prozess also nicht auskommen. Wie die Schließungen bei Verbraucher:innen ankommen werden, bleibt abzuwarten. Bereits vor kurzem mahnten die Verbraucherschutzverbände ein Beschwerdehoch bei der Postbank an.

Trotz Inflationsrückgang: Verbraucher:innen bleiben zurückhaltend

Vor allem aufgrund der wieder sinkenden Energiepreise lässt die Inflation in Deutschland langsam nach. So lag diese laut Statistischem Bundesamt im Oktober mit nur noch 3,8 Prozent auf dem niedrigsten Wert des Jahres. Wie der Spiegel berichtet, waren es im Vormonat noch 4,5 Prozent und im August sogar 6,1 Prozent. Der allgemeine Rückgang lässt jedoch noch nicht wieder die Kassen der Einzelhändler:innen klingeln, wie die Umsatzzahlen aus dem September zeigen. So heißt es bei der Tagesschau, dass die Umsätze im deutschen Einzelhandel im September um 0,8 Prozent (nominal) zum Vormonat gesunken seien. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich sogar ein preisbereinigter Rückgang um 4,3 Prozent.  

Wie Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, mutmaßt, spielt dabei die anhaltende Verunsicherung der Verbraucher:innen eine Rolle. So lässt die Inflation zwar nach, die meisten trauen dem Braten jedoch noch nicht ganz. Entsprechend verhalten wirken die Aussichten der Marktforscher GfK und NIM fürs kommende Weihnachtsgeschäft.

Leichte Erholung am Smartphone-Markt

Von einem Aufschwung kann nicht die Rede sein, aber mit winzigen Schritten nähert sich der globale Smartphone-Markt derzeit einer Erholung an. So liegen aktuell gleich zwei Studien vor, welche die weltweiten Absätze aus dem dritten Quartal 2023 mit dem Vorjahr vergleichen. Die Analyse des Technologie-Marktforschungsunternehmen Canalys zeigt optimistische Ergebnisse: Demnach solle im Q3/2023 insgesamt 294,6 Millionen Smartphones verkauft worden sein – im Vorjahreszeitraum waren es 297,8 Millionen. Mit einem Rückgang von nur knapp einem Prozent sei dies der geringste Rückgang seit fünf Quartalen. Diese lagen, so Golem, im Schnitt bei einem Negativwachstum von zehn Prozent und mehr.

Etwas nüchterner wirken die Zahlen der International Data Corporation (IDC). Zwar ähneln sich die Werte im Wesentlichen (Q3/2023: 302,8 Millionen im Vergleich zu 303,1 Millionen im Vorjahresquartal), doch statt Optimismus stellt diese Studie den anhaltenden Rückgang stärker in den Fokus. Wie es bei Caschys Blog hierzu weiter heißt, stellt die IDC dagegen aber ein deutliches Umsatzwachstum in den Schwellenländern (Naher Osten, Afrika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik) fest. 

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Veröffentlicht: 01.11.2023
img Letzte Aktualisierung: 01.11.2023
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Hubert
01.11.2023

Antworten

Erst wenn die Inflationsrate mit einem Minuszeichen davor genannt würde (z. B. -5% Inflation), würden die Preise wieder sinken. Und so etwas hat es in meiner Lebenszeit in Deutschland noch nicht gegeben.
Torsten
01.11.2023

Antworten

Mein Einkauf bleibt so teuer wie in den vorherigen Monaten. Auch bei anderen an der Kasse, sehe ich Preise, wo mir die Ohren schlackern. Ist das der viel zitierte Rückgang der Inflation?