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Nach Angriffen der Hamas: Meta verschärft Inhaltskontrolle

Veröffentlicht: 16.10.2023
imgAktualisierung: 16.10.2023
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
16.10.2023
img 16.10.2023
ca. 3 Min.
Meta-Logo und Mark Zuckerberg im Hintergrund
© DANIEL CONSTANTE / Shutterstock.com
Der Facebook-Mutterkonzern geht infolge des Angriffs auf Israel verstärkt gegen Fake-News auf seinen Plattformen vor. Außerdem: Es gibt mehr Unternehmensinsolvenzen und der SPD-Chef will einen höheren Mindestlohn.


Guten Morgen!
Das sind die wichtigsten Branchenthemen zum Wochenanfang:
Der Facebook-Mutterkonzern geht nach dem Angriff auf Israel stärker gegen Desinformationen vor
Die Zahl der Regelinsolvenzen bei Firmen ist erneut gestiegen
Lars Klingenbiel (SPD) fordert höheren Mindestlohn

Der Facebook-, Whatsapp- und Instagram-Mutterkonzern geht verstärkt gegen illegale und falsche Inhalte auf seinen Plattformen vor. Das Unternehmen habe dafür eine spezielle Einsatzzentrale mit Expert:innen eingerichtet, die unter anderem auch fließend Hebräisch und Arabisch sprechen, „um diese sich schnell entwickelnde Situation genau zu überwachen und in Echtzeit darauf zu reagieren“, heißt es in einer Mitteilung. Auf diese Weise sollen Inhalte, die gegen die eigenen Richtlinien verstoßen, schneller entfernt werden können. Zudem hat der Konzern die Vorgaben zu Gewalt und Hetze temporär erweitert: Inhalte, die Geiseln eindeutig identifizieren, werden gelöscht, wenn Meta darauf aufmerksam gemacht werde. Auch einige Hashtags werden eingeschränkt.

Im Zeitraum vom 7. bis 10. Oktober seien mehr als 795.000 Inhalte entfernt oder entsprechend markiert worden, die gegen Richtlinien auf Hebräisch und Arabisch verstoßen haben. Das seien innerhalb dieser drei Tage nach dem Angriff siebenmal mehr entsprechende gelöschte Inhalte als in den vergangenen zwei Monaten, so Meta.

Infolge der Angriffe der islamistischen Hamas auf Israel hatte zuvor die Europäische Kommission ein schärferes Vorgehen von Meta gegen Desinformation auf Basis des Digital Services Act (DSA) gefordert, berichtet Heise.  

Mehr Firmeninsolvenzen gemeldet

Die Zahl der Insolvenzen bei Unternehmen hat im September nochmals zugelegt: Im Vergleich zum Vormonat stieg sie um 19,5 Prozent. Im August waren es im Vergleich zum Vorjahr bereits 13,8 Prozent mehr Insolvenzen, im Juli waren es sogar 37,4 Prozent mehr Pleiten als noch im Vorjahreszeitraum, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im Juli 2023 meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 1.586 beantragte Unternehmensinsolvenzen, die Forderungen von Gläubiger:innen beliefen sich dabei auf 3,1 Milliarden Euro – im Vorjahresmonat waren es noch 0,8 Milliarden Euro. 

Die meisten Insolvenzen wurden in den Branchen Verkehr und Lagerei sowie bei Zeitarbeitsfirmen gemeldet, die wenigsten im Sektor Energie. Ursache für den Anstieg sind unter anderem die derzeit eingetrübte Konjunkturstimmung sowie hohe Zinsen für Kredite. 

SPD-Chef fordert mehr Mindestlohn

Der Bundesvorsitzende der SPD Lars Klingenbiel setzt sich für eine weitere Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns ein. Dieser beträgt derzeit 12,00 Euro pro Stunde und soll zum 1. Januar leicht steigen – doch das sei zu wenig: „Das Leben ist teurer geworden. Da muss mehr kommen als 12,41 Euro“, erklärte der Politiker gegenüber der Funke Mediengruppe laut FAZ. Auf diesen Betrag hatte sich die Mindestlohnkommission zuletzt verständigt, der Vorschlag werde derzeit umgesetzt, in zwei Jahren soll der Mindestlohn dann bei 12,82 liegen. Das sei im Vergleich zu heute ein Plus von 6,8 Prozent. Dies war den in der Kommission überstimmten Arbeitnehmervertreter:innen allerdings zu niedrig. Der SPD-Chef kritisierte die einseitige Berücksichtigung der Arbeitgeberseite und forderte die Mindestlohnkommission zu einstimmigen Entscheidungen auf.

Veröffentlicht: 16.10.2023
img Letzte Aktualisierung: 16.10.2023
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Sabine H.
16.10.2023

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Der liebe Hr. Klingenbiel sollte doch vielleicht gleichzeitig mal einen Vorschlag machen, WIE die Firmen einen höheren Mindestlohn zahlen sollen. Es ist ja immer ganz toll, dass sich die Parteien so dafür einsetzen aber WER soll denn letztendlich dafür zahlen? Sie ja ganz sicher nicht! Ist auch interessant, dass dieser Bericht direkt unter die "Zunahme der Firmeninsolvenz en" kommt. Passt ja perfekt.